
GLOBAL 2000-Studie: Ausstiegsfahrplan aus Öl und Gas bis 2040 für Salzburgs schwer klimaschädliche Wärmeversorgung erforderlich
Salzburg (OTS) – GLOBAL 2000 hat in der aktuellen Studie „So heizen Österreichs Landeshauptstädte“ die Wärmeversorgung der österreichischen Landeshauptstädte untersucht. In Salzburg wird die Wärmeversorgung der Haushalte zu einem hohen Anteil aus klimaschädlichen Energieformen bereitgestellt. „Salzburg hat eine schwer klimaschädliche Wärmeversorgung und verfolgt derzeit vergleichsweise mutlose Klimaziele. Das Vorhaben, in Salzburg eine neue Klimastrategie zu entwickeln, ist die große Chance, einen Pfad für den Ausstieg aus Öl und Gas bis 2040 zu entwickeln und rasch auf klimafreundliche Technologien umzusatteln“, so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.
Der Wärmebedarf der Haushalte in Salzburg wird zu 30 Prozent mit Erdgas, zu 18 Prozent mit Heizöl, zu 11 Prozent mit Biomasse und zu 33 Prozent mit Fernwärme gedeckt. Salzburg hat damit als eine der wenigen Landeshauptstädte sowohl einen hohen Ölheizungsanteil und einen hohen Erdgas-Anteil. Die Fernwärme wird zum Großteil von zwei fossilen Groß-Heizwerken, die mit Erdgas und Öl befeuert werden, bestritten. 71 Prozent der Fernwärme in Salzburg werden mit Öl und Gas erzeugt, 19 Prozent werden aus Abwärme und 10 Prozent aus Biomasse gewonnen. Salzburg hat damit eine schwer klimaschädliche Wärmeversorgung.
Die Pläne das zu ändern, sind ungenügend. Derzeit gibt es in Salzburg kein Ziel für den mittelfristigen Ausstieg aus fossiler Energie, sondern nur Teilziele. Ein Ziel ist es, die Fernwärmeaufbringung bis 2040 zur Hälfte aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Das ist allerdings zu wenig und zu spät, denn bis 2040 sollte fossile Energie nicht mehr eingesetzt werden. Allerdings wird in Salzburg derzeit ein neuer Klimaschutzzielpfad entwickelt, der die Chance bietet, eine positive Richtung einzuschlagen und die Wärmeversorgung auf klimafreundliche Technologien umzustellen.
Die gesamte Landeshauptstädte-Studie finden Sie [HIER]
(https://www.global2000.at/sites/global/files/GLOBAL2000Landeshauptst
%C3%A4dtestudie.pdf).
Alle Grafiken zur Studie finden Sie [HIER]
(https://www.flickr.com/gp/global2000/26V7p0).
Viktoria Auer, Pressesprecherin GLOBAL 2000, viktoria.auer@global2000.at, 0699 14 2000 82
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher GLOBAL 2000, johannes.wahlmüller@global2000.at, 0699 14 2000 41
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