GLOBAL 2000-Studie: Graz braucht klare Strategie zum Ausstieg aus klimaschädlichem Erdgas bis 2040

Graz (OTS) – In der aktuellen Studie „So heizen Österreichs Landeshauptstädte“ von GLOBAL-2000 zeigt sich großer Handlungsbedarf in Graz. „Graz hat nach wie vor eine schwer klimaschädliche Wärmeversorgung. Die Klimastrategie, die aktuell von der Stadt erarbeitet wird, ist die Chance an positive Entwicklungen anzuknüpfen und Fehlentwicklungen zu beheben. Es braucht insbesondere einen klaren Pfad für den Ausstieg aus klimaschädlichem Erdgas bis 2040“, so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

Der Wärmebedarf der Grazer Haushalte wird zu etwa 18 Prozent mit klimaschädlichem Erdgas, zu 8 Prozent mit Heizöl, zu 2 % mit Kohle und zu 48 Prozent mit Fernwärme gedeckt. Elektrischer Strom hat einen Anteil von 19 Prozent, erneuerbare Energien von 5 Prozent. Die Fernwärme wird zu 78 Prozent aus Erdgas hergestellt. Zuletzt wurde medial bekannt, dass Fernwärme verstärkt mit Heizöl hergestellt wird, was den Klimazielen klar entgegensteht. Viele veraltete Ölheizungen wurden in den letzten Jahren auf Gas umgestellt. Allerdings bleiben dann 75 bis 80 Prozent der klimaschädlichen Emissionen erhalten, was den Klimazielen widerspricht. Zwar ist es gelungen, den Anteil der Abwärme aus Industrieanlagen, wie der Papierfabrik Sapi, auf 20 Prozent zu steigern. Große Projekte wie “Big solar”, die Solarthermie in großem Stil einsetzen sollten, wurden bis dato aber nicht realisiert. Der Ausstieg aus der Kohle im Jahr 2020 markiert einen großen Wendepunkt in der Grazer Fernwärmeversorgung. Es erfordert aber noch deutlich mehr Anstrengungen, um klimaschädliches Erdgas durch klimafreundliche Technologien zu ersetzen.

Die gesamte Landeshauptstädte-Studie finden Sie [HIER]
(https://www.global2000.at/sites/global/files/GLOBAL2000Landeshauptst
%C3%A4dtestudie.pdf).
Alle Grafiken zur Studie finden Sie [HIER]
(https://www.flickr.com/gp/global2000/26V7p0).

Viktoria Auer, Pressesprecherin GLOBAL 2000, viktoria.auer@global2000.at, 0699 14 2000 82
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher GLOBAL 2000, johannes.wahlmüller@global2000.at, 0699 14 2000 41

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