Long-Covid: SPÖ-Abgeordnete bringen drei Anträge mit Lösungsansätzen ein

Holzleitner, Kucher und Silvan hoffen aus Zustimmung der Regierungsfraktionen

Wien (OTS/SK) – „Entnervt, frustriert oder kraftlos und am Boden zerstört, das sind die Worte, die Long-Covid-Betroffene verwenden, wenn sie uns von ihren Spießroutenläufen bei Ärzt*innen und Behörden erzählen“ sind sich SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner, SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher und SPÖ-Volksanwaltschaftssprecher Rudolf Silvan einig. Während die Pandemie bereits zwei Jahre dauert, hat es die Regierung nicht im Geringsten geschafft, Lösungen für die Betroffenen auf den Tisch zu bringen. Die SPÖ-Abgeordneten haben daher heute drei Anträge eingebracht, in denen Lösungswege skizziert werden und hoffen auf Zustimmung der Regierung in den jeweiligen Fachausschüssen. ****

Die SPÖ setzt sich dabei nicht nur für bessere Reha-Möglichkeiten und Heilbehandlungen für die Betroffenen ein. Auch am wissenschaftlichen Sektor besteht massiver Handlungsbedarf. Geht es nach Holzleitner, Kucher und Silvan sollten über Elga die Daten von Long-Covid-Patient*innen in einem Long-Covid-Register anonym erfasst werden um den Therapieverlauf zu überprüfen und zu dokumentieren. „Diese Daten könnten dann der Forschung und Wissenschaft anonymisiert zur Verfügung gestellt werden. Durch eine verpflichtende Diagnosecodierung (ICPC-2) im niedergelassenen Bereich würde ebenfalls eine gute Datenbasis für die Versorgung von Long-Covid-Patient*innen geschaffen werden“ erklärt Kucher.

Der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft wird von den SPÖ-Abgeordneten wiederum aufgefordert, Mittel für einen eigenen Call hinsichtlich Projekte zur Erforschung von Long-Covid auszulegen, sowie die interdisziplinäre Forschung – auch länderübergreifend – in diesem Bereich zu forcieren und zu unterstützen. „Denn der Bereich der Forschung und Wissenschaft wird seit jeher von der türkis-grünen Regierung vernachlässigt“ so Holzleitner. Die Bundesfrauenvorsitzende und Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ appelliert auch an die Bundesministerin für Frauen, Familie, Integration und Medien, sowie die Staatssekretärin für Jugend, sich dem Thema Long-Covid bei Frauen, Kindern und Jugendlichen endlich anzunehmen und aktiv, gemeinsam mit Expert*innen und Betroffenen, zielgerichtete Strategien zur Rehabilitierung und Behandlung der Krankheit auszuarbeiten.

„Die Modelle für Long-Covid-Rückkehrer hinsichtlich des Wiedereinstiegs in den angestammten Beruf müssen flexibler werden und sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Betroffenen in den jeweiligen Jobs orientieren“, erklärt Gewerkschafter Silvan einen weiteren SPÖ-Vorschlag. Zusätzlich fordert Silvan die vollumfängliche Anerkennung von Covid-Infektionen als Berufskrankheit, wenn die Ansteckung nachweislich während der Berufsausübung passiert ist, ein. Zu diesem Zweck hat Silvan eine Petition, die in kürzester Zeit über 1.000 Unterstützer*innen gefunden hat, an den Gesundheitsminister eingebracht. Dies hätte für die Betroffenen einerseits finanzielle Vorteile, andererseits würde ihnen damit per Gesetz die bestmögliche Heilbehandlung zugestanden werden. (Schluss) PP/up

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