
Bewegende Hymne auf die Weiblichkeit: „dokFilm“-Premiere „Woman“ zum Weltfrauentag
Am 6. März um 23.05 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) – 2.000 Frauen aus 50 Ländern sprechen in 30 Sprachen darüber, wie es sich für sie anfühlt, Frau zu sein. Ihre bewegenden Geschichten verdichten die Filmemacher Yann Arthus-Bertrand und Anastasia Mikova zu einer dokumentarischen Hymne auf die Weiblichkeit. Vier Jahre lang haben der französische Fotograf, Umweltschützer und Dokumentarfilmer, der vor allem durch seine spektakulären Luftbildaufnahmen der Erde (u. a. für die Foto- und Filmproduktion „Die Erde von oben“) oder durch die Filme „Home“ und „Human“ bekannt wurde, und die ukrainische Journalistin und Regisseurin an diesem Porträt der weiblichen Hälfte der Menschheit gearbeitet. Schlicht und einfach „Woman“ heißt die bewegende Hommage an die Stärke, den Mut, die Zähigkeit und Weisheit von Frauen aus aller Welt, die als „dokFilm“-Premiere anlässlich des Weltfrauentags (Details zum ORF-Schwerpunk unter presse.ORF.at) am Sonntag, dem 6. März 2022, um 23.05 Uhr in ORF 2 zu sehen ist.
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Die Frauen jeden Alters und aller sozialer Schichten haben sich für die Filmaufnahmen herausgeputzt: Sie tragen ihre wertvollsten Saris, die buntesten Tücher, die ältesten Trachten, ihren schönsten Schmuck. So sitzen sie, in fantastisches Licht getaucht, vor der Kamera von Yann Arthus-Bertrand, während Anastasia Mikova hinter der Kamera die Interviews führt. Auch wenn jede Frau nur kurz zu Wort kommt, so kehrt sie in diesem Moment doch ihr Innerstes nach außen. Gemeinsam brechen sie alle Tabus, erzählen von Vergewaltigung, Genitalverstümmelung, Menschenhandel, Zwangsehe, Erniedrigung und Armut, von Angst, Scham und Trauer, aber auch von Liebe, Sex und Glück – Glück wie Unabhängigkeit oder Bildung! „Als ich lernte, meinen Namen zu schreiben“, erzählt eine der Frauen, „habe ich vor Freude getanzt und gelacht. In meinem Zimmer schrieb ich meinen Namen: ‚Jeanne‘. Und wieder ‚Jeanne‘. Immer wieder und wieder. Ich war so glücklich. Ich wollte sterben vor Glück!“
80 Prozent der Analphabeten weltweit sind Frauen, 80 Prozent der weltweit ärmsten Menschen sind Frauen und alle sind sie gegenüber Männern benachteiligt. Den meisten Protagonistinnen war es ein Bedürfnis zu sprechen, erzählt Filmemacherin Anastasia Mikova in einem Interview, viele haben noch nie erlebt, dass ihnen zugehört wurde. Trotz der dokumentierten erschütternden Lebensrealität von Frauen ist „Woman“ kein anklagender Film über Opfer, sondern ein berauschend-poetisches und überwältigendes Zeugnis von Frauenpower und Emanzipation.
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