
Weidinger: Brauchen einfach zugängliches Angebot zur Energieberatung und Maßnahmen gegen Energiearmut
ÖVP-Grüner-Entschließungsanträge gegen Energiearmut und zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
Wien (OTS) – Die zuletzt rasant steigenden Energiepreise führen dazu, dass das Phänomen der Energiearmut nicht nur bei einkommensschwachen Haushalten, sondern zunehmend auch in der Mitte der Bevölkerung ankommt. Im Durchschnitt sind die Energiepreise innerhalb eines Jahres um ein Viertel gestiegen. So gab es überdurchschnittliche Teuerungen bei Heizöl (44,3 Prozent) und Erdgas (27,7 Prozent). Österreichweit sind beim Heizen noch knapp 40 Prozent der Haushalte von Heizöl und Erdgas abhängig. Die Ukraine-Krise verschärft zudem die Preissteigerungen bei Strom und Gas. Deswegen sind gerade jetzt Energieberatung und Maßnahmen um Energiearmut vorzubeugen, notwendig. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Konsumentenschutzsprecher Peter Weidinger anlässlich der Sitzung des Konsumentenausschusses, bei der ein gemeinsamer ÖVP-Grüner-Entschließungsantrag betreffend „Ausbau der Energieberatung und zusätzliche Maßnahmen gegen Energiearmut“ mehrheitlich beschlossen wurde.
„Um Verbraucherinnen und Verbraucher davor zu schützen, dass sie in kalten oder dunklen Wohnungen sitzen, ist sicherzustellen, dass ein leicht zugängliches Angebot zur Energieberatung zur Verfügung gestellt und konkrete Maßnahmen zur Verhinderung einer drohenden Energiearmut ausgerollt werden“, so Weidinger. ÖVP und Grüne haben daher einen gemeinsamen Entschließungsantrag eingebracht, in dem der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie ersucht werden, ein niederschwelliges Angebot zur Energieberatung zusammen mit begleitenden Maßnahmen gegen Energiearmut auszuarbeiten und sicherzustellen.“
Übergewicht und Essstörungen bei Kindern entgegenwirken
Ein weiterer mehrheitlich beschlossener ÖVP-Grüner-Entschließungsantrag betrifft Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Darin wird der Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ersucht, einen „Nationalen Aktionsplan gegen Übergewicht, Adipositas und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen“ zu erstellen und dem Nationalrat zuzuleiten. Dadurch soll auch gezielt dem Anstieg an Übergewicht und Adipositas sowie von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen entgegengewirkt werden.
Zudem ist der Mutter-Kind-Pass zum Eltern-Kind-Pass bis zum 18. Lebensjahr weiterzuentwickeln. Im neuen Eltern-Kind-Pass sollen unter Einbindung der Länder und der Sozialversicherung etwa im Rahmen der Zielsteuerung Gesundheit standardisierte und qualitätsgesicherte Screenings zur psychischen Gesundheit, Ernährung und sozialer Kompetenz sowie ein Maßnahmenpaket zur individuellen Früherkennung und Prophylaxe einschließlich gesunder Ernährung enthalten sein und die Therapiemöglichkeiten der verschiedenen stationären und ambulanten Akut- und Langzeitsettings ausgebaut und aufeinander abgestimmt werden. „Jungen Menschen hat die sehr Pandemie zugesetzt, das zeigt auch eine Studie der Donau-Universität Krems. Deshalb müssen wir in diesem Bereich Schritte setzen, um langfristige negative Folgen verhindern zu können“, so Weidinger abschließend.
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