Die Fernwärmetage 2022 in Villach stehen im Zeichen fortschreitender Dekarbonisierung

Bei der großen Informations- und Arbeitstagung der Fernwärmebranche vom 16. bis 17. März 2022 dreht sich alles um mehr Wärme aus Biomasse und industrielle Abwärme.

Wien/Villach (OTS) – Der Fachverband Gas Wärme (FGW) veranstaltet am 16. und 17. März 2022 zum 17. Mal die Fernwärmetage, die wichtigste Informations- und Arbeitstagung für die gesamte Fernwärmebranche Österreichs. Zielpublikum sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Fernwärmeunternehmen, Behördenvertreterinnen und -vertreter sowie Repräsentanten der Zulieferindustrie. Die Fernwärmetage 2022 bieten ein abwechslungsreiches Programm und eine fachbegleitende Industrieausstellung – die größte seit Bestehen der Veranstaltung. Im Fokus der Fernwärmetage steht das Thema Dekarbonisierung, heuer mit den Schwerpunkten Fernwärmegewinnung aus Biomasse sowie industrieller Abwärme. Um die laufende Weiterentwicklung der Fernwärme auch optisch zu kommunizieren, zeigt sich der Bereich Fernwärme in einem frischen, neuen Look.

CO2-neutral bis 2040

Die Fernwärmeversorgung Österreichs wird laufend ausgebaut und zugleich immer grüner. Schon heute stammen rund 50 Prozent der eingesetzten Energieträger aus Erneuerbaren. „Unser Ziel ist die Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2040“, betont DI Gerhard Fida, Obmann-Stellvertreter des Fachverbands Gas Wärme und Geschäftsführer der Wiener Netze, im Vorfeld der Tagung. Die Fernwärmetage werden heuer von DI Manfred Freitag, dem Sprecher des Vorstandes der Kelag eröffnet – gemeinsam mit Günther Albel, dem Bürgermeister der Stadt Villach.

Beispiele aus der Praxis

Dipl.-Kfm. Danny Güthlein, Vorstandsdirektor der Kelag, wird über die Dekarbonisierung des Wärmesektors sprechen. Er sieht sie als Erfolgsfaktor für das Gelingen der Energiewende. DI Dr. Gerhard Löffler, Energiespezialist vom Land Salzburg, referiert in seinem Vortrag über die Rolle der Fernwärme in der Wärmestrategie und bringt praktische Beispiele aus seinem Bundesland. Österreichs Fernwärmeanbieter setzen zunehmend auf die Nutzung von Abwärme – etwa von Produktionsbetrieben – die ja ohnehin vorhanden ist, und sonst ungenutzt verpuffen würde. Dazu präsentiert DI Dr. Franz Kainersdorfer, Vorstandsdirektor der Voestalpine AG, sein Unternehmen als Beispiel für eine gelungene industrielle Abwärmenutzung als wesentlichen Faktor der Fernwärme-Erzeugung.

Gutes Stadtklima

Dekarbonisierte Fernwärme als klimafreundliches Heizsystem ist ein wesentlicher Baustein für die Wärmewende im Gebäudesektor. Der Ausbau wird in den kommenden Jahren stark gefördert und damit wird vor allem die Dekarbonisierung der Städte vorangetrieben. Heute nutzt mehr als eine Million Haushalte in Österreich Fernwärme, und rund 50 der 100 größten Städte Österreichs werden mit Fernwärme versorgt. Nach Berechnungen des FGW könnten bis 2050 rund 50 Prozent mehr Fernwärmekunden versorgt werden – stimmige Rahmenbedingungen vorausgesetzt. Sauber, zuverlässig, bequem – das umweltschonende Heizsystem ist Österreichs beliebteste Art zu heizen.

Weitere Infos zu den Fernwärmetagen 2022 finden Sie [hier]
(https://www.ots.at/redirect/fachverband).

Über Fernwärme

Fernwärme ist die wohl bequemste Art zu heizen. Sie ist sicher und erprobt in der Anwendung, der Versorgung und vergleichsweise günstig. Die behagliche Fernwärme gelangt über das Fernwärmeleitungsnetz in die Wohnungen. Das Gute an Fernwärme: Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern wie Biomasse, an Abfällen und an dem hochwertigen Energieträger Erdgas hat zur Produktion von Fernwärme in den vergangenen Jahren stetig zugenommen.

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Katalin-Andrea Griessmair-Farkas
Stellvertretende Geschäftsführerin
griessmair@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88/31
www.fernwaerme.at

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