
Neßler/Grüne: Mietrechtsnovelle bringt deutliche Entlastung vor allem für junge Menschen
Entfall der Maklergebühr für Mieter:innen macht Wohnen leistbarer
Wien (OTS) – „Wer Wohnraum vermietet und für die Vermittlung eine/n Makler:in beauftragt, muss künftig auch für die Provision aufkommen. Das bringt eine deutliche Entlastung vor allem für junge Menschen, die eine neue Wohnung beziehen und für die gerade bei neuen WG-Gründungen die Provision ein großes Hindernis ist“, freut sich die Jugend- und Familiensprecherin der Grünen, Barbara Neßler, über die heute präsentierte Mietrechtsnovelle. „Damit entfällt eine oft schwer überwindbare finanzielle Hürde für Junge, die entweder studieren oder am Beginn ihres Berufslebens stehen und in der Regel ohnehin wenig Geld zur Verfügung haben.“
Die Preise für Wohnraum sind in den letzten Jahren explodiert und damit auch die Höhe der Maklergebühr. Der Umzug wird künftig leistbarer. Das „Bestellerprinzip“ sorgt dafür, dass die Provision von denen bezahlt wird, die den/die Makler:in beauftragen. Das sind in der Regel diejenigen, die mit den Immobilien Geld lukrieren, also die Vermieter:innen.
„Wer von uns kennt es nicht? Man möchte oder muss von Zuhause weg, mit anderen zusammen eine WG gründen oder mit der/m Partner:in in die eigenen vier Wände ziehen – der Mix aus Provision und Kaution nur schwer oder gar nicht leistbar, weil dieser in der Regel gleich zu Beginn einige Tausend Euro verschlungen hat. Hier schafft die Mietrechtsnovelle mehr Spielraum für Wohnungssuchende.“
Neßler verweist etwa auf Innsbruck, wo Wohnen ganz besonders teuer ist und nennt ein aktuelles Beispiel aus einer Vermittlungsplattform, das sich an Studierende richtet: Eine Vierzimmer-Wohnung in Innsbruck für drei Personen kostet 1.600 Euro Miete pro Monat. Somit fällt derzeit eine Provision von 3.200 Euro plus 20 Prozent Mehrwertsteuer an. Diese erspart sich die Wohngemeinschaft künftig. „Ich freue mich, dass dieses im Regierungsprogramm bereits vereinbarte Vorhaben nun zur Umsetzung gelangt. Das ist insbesondere jetzt mit den beträchtlichen Teuerungsraten bei den Energiekosten ein wichtiger Schritt“, betont Neßler.
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