
Strasser: „Müssen Kostensteigerungen in der Landwirtschaft abfedern“
Bauernbundpräsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher fordert wirksame Maßnahmen gegen die Teuerung von Betriebsmitteln in der Landwirtschaft
Wien (OTS/ÖVP-PK) – Bäuerinnen und Bauern leiden neben der Trockenheit auch unter einem noch nie dagewesenen Kostendruck bei Energie, Dünge- und Futtermittel. „Die gute Nachricht – die Versorgung mit Lebensmittel in Österreich ist derzeit gesichert. Damit das auch weiterhin so bleibt und es zu keinen Engpässen kommt, braucht es neben Preisanpassungen seitens des Handels auch umfangreiche Maßnahmen, um die massiven Kostensteigerungen auf den Höfen abzufedern.“ Das sagte heute, Mittwoch, Bauernbundpräsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Georg Strasser.
Enormer Kostendruck
Die Betriebsmittelkosten sind seit 2020 in den Bereichen Energie um 23 Prozent gestiegen, bei Futtermittel um 43 Prozent und bei Düngemittel sogar um 250 Prozent. „Da sind die wirtschaftlichen Verwerfungen durch den Ukraine-Krieg noch nicht inkludiert, diese werden die Preise noch weiter hochschnellen lassen. Nur wenn unsere Familienbetriebe kostendeckend wirtschaften können, ist die Versorgung mit Lebensmittel langfristig gesichert,“ so Strasser auch mit Blick auf die drohende Hungerkrise in Nordafrika und dem Nahen Osten.
Alle verfügbaren Flächen nutzen
Fehlende ukrainische Exporte von Brotgetreide werden sich in erster Linie auf die Menschen in Nordafrika und im Nahen Osten auswirken: „Es droht eine weitere humanitäre Krise. Bäuerinnen und Bauern müssen jetzt auch teilweise die bisherigen Getreide-Abnahmeländer der Ukraine versorgen. Wir bekennen uns klar zu den Umwelt- und Klimaschutzzielen der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik. Angesichts des Ukraine-Krieges und dessen Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung müssen wir aber alle verfügbaren Flächen nutzen, um die fehlende Produktion in Osteuropa zu kompensieren,“ plädiert Strasser für das krisenbedingte Aussetzen der vierprozentigen Flächenstilllegung.
„Bevor die Aussaat voll anläuft, braucht es einen konkreten Plan, wie wir die gestiegenen Kosten für Betriebsmittel entlang der gesamten Wertschöpfungskette abfedern können. Denn Bäuerinnen und Bauern können die Kostensteigerungen nicht alleine schultern,“ so Strasser.
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