
Gerber: Verbindliche Bettenobergrenze nur logische Konsequenz!
Tiroler Tourismus ist mit kleinstrukturierten Betrieben erfolgreich
Innsbruck (OTS) – Der Landtagsabgeordnete und TTB-Vorsitzende Mario Gerber unterstützt im Tiroler Landtag einen Antrag, durch den eine landesrechtlich verankerte Bettenobergrenze für Tourismusbetriebe geprüft werden soll.
„Es war immer schon die Stärke der Tiroler Tourismusbranche, Veränderungen zu erkennen und darauf mit Pioniergeist und innovativen Ideen zu reagieren. Mit dem Tiroler Weg haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen. Unser klares Ziel: Qualität vor Quantität! Wir müssen den Tiroler Tourismus nicht neu erfinden. Es ist aber uns allen bewusst, dass wir ihn an gewissen Stellen neu denken müssen. Deshalb haben wir uns als Branche aktiv eingebracht und sind in gewissen Bereichen auch über unseren Schatten gesprungen. Wenn wir uns zum familiengeführten und kleinstrukturierten Tourismus bekennen, dann ist eine verbindliche Bettenobergrenze nur die logische Konsequenz“, stellt der VP-Tourismussprecher fest.
Neben dem sparsamen Umgang mit Grund und Boden sowie der raumverträglichen touristischen Entwicklung sieht er in diesem Schritt auch einen Schutz für heimische Tourismusbetriebe. „Bettenburgen und ausländische Hotelketten werben Gäste und Mitarbeiter ab, Gewinne verschwinden ins Ausland, illegale Freizeitwohnsitze belasten den heimischen Wohnungsmarkt, die Tourismusgesinnung in der Bevölkerung geht zurück – das alles sind Entwicklungen, die der Tourismus selbst nicht will. Deshalb braucht es klare Grenzen für all jene, die noch immer nicht die Zeichen der Zeit erkannt haben“, erklärt Gerber, der ganz klar eine Lanze für den Tiroler Tourismus bricht: „Denn der Großteil der Tiroler Tourismusbetriebe setzt schon lange auf einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Weg!“
Raumordnungsplan umfassend weiterentwickelt
Der seit 2010 bestehende Raumordnungsplan „Raumverträgliche Tourismusentwicklung“ wurde auf Grundlage des Tiroler Wegs umfassend weiterentwickelt, Ende März von der Landesregierung beschlossen und bis 2030 fortgeschrieben. „In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Gesamtbettenanzahl im Tiroler Tourismus reduziert. Steigende Bettenzahlen in den höchsten Beherbergungskategorien zeigen zudem eine wertvolle Verbesserung der Qualität des Beherbergungsangebotes. Im Raumordnungsplan bekennt sich Tirol eindeutig dazu, eine Erhöhung der Gesamtbettenanzahl nicht anzustreben und hält an einer Bettenobergrenze von 300 Betten fest“, erläutert Geber einige Eckpunkte. „Wir brauchen in Tirol keine weiteren Bettenburgen, müssen aber in allen Entscheidungen regionale Gegebenheiten Rechnung tragen. Tirol ist nicht gleich Tirol. Ob Oberland, Unterland, Zentralraum oder Osttirol – jede Region für sich hat andere Besonderheiten, die es zu berücksichtigen gilt. Hier müssen wir verstärkt Gemeinden einbeziehen und Planungsverbände stärken“, so Gerber.
Österr. Wirtschaftsbund, Landesgruppe Tirol
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