
EQS-Adhoc: Österreichische Post AG: ÖSTERREICHISCHE POST VORLÄUFIGE ZAHLEN Q1 2022 UND AUSBLICK 2022
EQS-Ad-hoc: Österreichische Post AG / Schlagwort(e): Prognose
Österreichische Post AG: ÖSTERREICHISCHE POST VORLÄUFIGE ZAHLEN Q1 2022
UND AUSBLICK 2022
28.04.2022 / 16:06 CET/CEST
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Rückgang im ersten Quartal von hohem Vorjahresniveau; Ergebnis 2022 in der
Bandbreite der letzten beiden Jahre erwartet
• Erstes Quartal 2022 wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahres:
Umsatz 601,4 Mio EUR (nach 647,0 Mio EUR im Vorjahr), EBIT 39,6 Mio
EUR (nach 59,8 Mio EUR im Vorjahr)
• Umsatzeinschätzung für 2022 mit 2,5 Mrd EUR weitgehend stabil
• EBIT 2022 zwischen 2021 (205 Mio EUR) und 2020 (161 Mio EUR) erwartet
Gemäß den vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2022 verzeichnete die
Österreichische Post wie erwartet eine Umsatz- und Ergebnisentwicklung
unter dem Niveau des Vergleichszeitraumes des Vorjahres. Die Umsatzerlöse
für die ersten drei Monate 2022 betrugen 601,4 Mio EUR und liegen somit um
7,1 % unter dem Niveau des ersten Quartals 2021. Der größte Teil dieses
Rückganges ist auf den stark gesunkenen Wechselkurs der türkischen Lira
zurückzuführen. Der Umsatzrückgang exklusive dem türkischen Paketgeschäft
(Tochtergesellschaft Aras Kargo) betrug 2,4 %. Das Konzernergebnis (EBIT)
belief sich in der Berichtsperiode auf 39,6 Mio EUR und lag somit unter
der Vergleichsperiode des Vorjahres von 59,8 Mio EUR, stark beeinträchtigt
durch die Entwicklung der türkischen Lira im Vorjahresvergleich.
Die Division Brief & Werbepost verzeichnete Umsatzerlöse für die ersten
drei Monate 2022 in Höhe von 298,9 Mio EUR nach 311,0 Mio EUR in der
Vorjahresperiode (-3,9 %), das EBIT der Division lag bei 41,1 Mio EUR nach
45,5 Mio EUR im Jahr zuvor (-9,7 %). Die Division Paket & Logistik zeigte
in der Berichtsperiode Umsatzerlöse von 283,1 Mio EUR nach 323,7 Mio EUR
im Vorjahr (-12,5 %). Der Umsatzrückgang exklusive dem türkischen
Paketgeschäft betrug 3,4 %. Das EBIT der Division Paket & Logistik
reduzierte sich von 35,8 Mio EUR im ersten Quartal 2021 auf 17,4 Mio EUR
im Vergleichszeitraum 2022 (-51,3 %). Die Division Filiale & Bank
steigerte die Umsatzerlöse von 17,7 Mio EUR im ersten Quartal 2021 auf
26,4 Mio EUR in den ersten drei Monaten 2022 (+49,3 %). Der
Ergebnisbeitrag (EBIT) verbesserte sich von minus 18,4 Mio EUR im ersten
Quartal 2021 auf minus 10,7 Mio EUR in der Berichtsperiode (+41,8 %).
Die aktuelle Entwicklung ist zum einen auf die geringere Mengenentwicklung
nach den positiven Sondereffekten des Vorjahres zurückzuführen. Aktuell
zeigt sich ein zurückhaltendes Konsumverhalten, während das erste Quartal
des Vorjahres noch von außerordentlichem Rückenwind im Paketgeschäft
geprägt war. So stieg etwa das Paketvolumen in Österreich – auch bedingt
durch Lockdown Situationen – vom ersten Quartal 2019 zum ersten Quartal
2021 um über 70 %. Ein Konsolidierungseffekt ist daher bereits erwartet
worden, der Rückgang dieser Paketmengen im ersten Quartal 2022 betrug 9 %
im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Weiters waren im ersten Quartal 2022 auch negative gesamtwirtschaftliche
Einflüsse spürbar. Ein belastender Effekt resultierte aus der starken
Abwertung der türkischen Lira im zweiten Halbjahr 2021, der zu einem
niedrigerem Umsatz- und Ergebnisbeitrag der türkischen Tochtergesellschaft
auf Euro-Basis geführt hat. Während der Türkei-Umsatz unserer nach wie vor
profitablen Tochtergesellschaft in lokaler Währung im ersten Quartal um
7,1 % angestiegen ist, musste auf Euro-Basis ein Rückgang von 39,1 %
verbucht werden. Die Kriegshandlungen in der Ukraine wirken sich auf das
Geschäftsmodell der Österreichischen Post indirekt aus – durch die sich
verfestigende Inflation, basierend auf Anstiegen bei Energie und
Rohstoffen sowie durch unterbrochene Liefer- und Wertschöpfungsketten. Der
Inflationsdruck führt zu Steigerungen der operativen Personal- und
Energiekosten und beeinträchtigt darüber hinaus auch das Konsumverhalten
weiter negativ.
Durch weitreichende Gegenmaßnahmen ist die Österreichische Post bemüht,
die Leistungserbringung der Brief- und Paketzustellung so kosteneffizient
wie möglich zu gestalten. Umsatzseitig werden moderate
Inflationsanpassungen vorgenommen.
In der Entwicklung des Jahres 2022 wird erwartet, dass eine Abweichung zum
Vorjahr speziell das erste Halbjahr betrifft. Die durch positive
Sondereffekte entstandenen Spitzenwerte im ersten Halbjahr des Vorjahres
sind eine hohe Vorgabe, im zweiten Halbjahr 2022 sollten die
Vorjahreszahlen leichter erreichbar sein. In der Einschätzung für das
Geschäftsjahr 2022 bleibt die Österreichische Post bei der Annahme, dass
ein möglichst stabiler Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erreichbar ist
(Umsatzerlöse 2021: 2.520 Mio EUR). Voraussetzung dieser Prognose ist eine
weitestgehend energietechnische und wirtschaftliche Stabilität in unseren
Märkten. Ein Ergebnisausblick 2022 ist aufgrund der angespannten
geopolitischen und wirtschaftlichen Situation daher weiter mit erhöhter
Unsicherheit behaftet. Insbesondere der Umrechnungskurs der türkischen
Lira zum Euro wird den Vorjahresvergleich beeinträchtigen. Das
Konzernergebnis (EBIT) 2022 sollte aus heutiger Sicht zwischen den Niveaus
der letzten beiden Jahre zu liegen kommen (EBIT 2021: 205 Mio EUR, EBIT
2020: 161 Mio EUR). Klares Ziel des Unternehmens ist es, wieder möglichst
nahe an das Niveau des Jahres 2021 heranzukommen.
Die Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal 2022 erfolgt wie
geplant am 13. Mai 2022.
RÜCKFRAGEHINWEIS Österreichische Post AG
Österreichische Post AG DI Harald Hagenauer
Mag. Ingeborg Gratzer Leitung Investor Relations, Konzernrevision &
Leitung Presse & Interne Compliance
Kommunikation Tel.: +43 (0) 57767-30400
Tel.: +43 (0) 57767-32010 investor@post.at
presse@post.at
Wien, am 28. April 2022
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