Grüne Wien/Kraus, Otero zu Hitzeaktionsplan der Stadt Wien: Weit weg von Umsetzung

Wien (OTS) – Als weit weg von konkreter Umsetzung bezeichnen die Grünen Wien den heute von der SPÖ präsentierten Hitzeaktionsplan. „Die Pläne sind vernünftig, bleiben aber größtenteils im reinen Planungsstadium hängen. Wir bezweifeln, dass die heutigen Ankündigungen bis zur nächsten Hitzewelle umgesetzt sein werden“, so Parteivorsitzender Peter Kraus von den Grünen Wien.

„Viele der Schritte, die jetzt angekündigt wurden, hätten eigentlich schon längst unternommen werden müssen: Die Grünen haben schon vor einem Jahr einen Hitzeaktionsplan präsentiert“, so Umweltsprecherin Huem Otero. „Wir freuen uns jedoch, dass wichtige Punkte daraus übernommen wurden, wie etwa Maßnahmen für vulnerable Gruppen wie Obdachlose, Schwangere und Kleinkinder.“

Dennoch ist die SPÖ weiter sehr mutlos in der Umsetzung. Otero greift ein Beispiel heraus: Beschattete Sitzgelegenheiten sind prinzipiell eine gute Sache und wurden auch schon von den Grünen gefordert. „Jetzt kommen jedoch nur 7 (!) sogenannte „Schattenbankerln“ in Simmering, die dann auch noch lang und breit evaluiert werden müssen, bevor sie eventuell auf ganz Wien ausgeweitet werden. Das ist viel zu wenig und es ist wirklich fraglich, warum hier noch evaluiert werden muss“, so Otero, die etwa Beschattung bei Öffi-Haltestellen sowie beschattete Wartebereiche vor Bädern fordert.

„Ein Hitzeaktionsplan ist wichtig, um kurzfristig eine Linderung der Symptome der Klimakrise zu ermöglichen. Aber wir müssen auch langfristig für Abkühlung in der Stadt sorgen und natürlich die Ursachen der Klimakrise bekämpfen. Klimafeindliche Infrastrukturprojekte wie die Lobauautobahn darf die Stadt Wien nicht erzwingen und damit im Betonzeitalter hängen bleiben“, so Kraus.

„Es müssen viel mehr Bäume gepflanzt und die Straßen vom Asphalt befreit werden. Die SPÖ muss ihren Glauben an die „heilige Asphaltigkeit“ hinter sich lassen. Stadtrat Czernohorszky hat versprochen, bei Neugestaltungen von Straßen auf Begrünung zu achten, davon ist heute leider nichts zu sehen“, so Otero. Das belegen zahlreiche Beispiele wie etwa die Neugestaltung der unteren Favoritenstraße, der Breitenfurter Straße und der Schulvorplatz Greiseneckergasse. „Wir brauchen eine durch und durch grüne Stadt, das bringt den Menschen langfristig Abkühlung. Die Jungbäume von heute sind die Schattenspender von morgen“, so Otero.

„Der kommende Hitzesommer steht vor der Tür. Die Zeit drängt, die heute präsentierten Maßnahmen sind noch viel zu weit weg von der konkreten Umsetzung entfernt“, so Kraus und Otero abschließend.

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