UNOS: Mahrer-Vorschlag zu WKO-Inseraten ist nur Tropfen auf den heißen Stein!

Michael Bernhard: „Wenn das Wasser bereits bis zum Hals steht, wird der Wirtschaftsbund-Chef aktiv. Doch seine Forderungen gehen am wirklichen Problem vorbei.“

Wien (OTS) – „Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass WKO- und Wirtschaftsbundchef Harald Mahrer jetzt Vorschläge macht, mit denen Inserate der Wirtschaftskammer nicht mehr direkt in Fraktionsmedien geschaltet werden dürfen, doch es ist zu wenig und geht am wirklichen Problem vorbei“, kritisiert UNOS-Bundessprecher Michael Bernhard die heutige Ankündigungen Mahrers. „Das System der versteckten Parteifinanzierung mittels Inseraten an Fraktions- und Parteimedien, das in Vorarlberg aufgeflogen ist, muss mehr und umfassende Konsequenzen haben. Die Vorschläge, die Mahrer heute verkündet hat, sehen nur vor, dass unmittelbare Organisationseinheiten der WKO und mit ihr verbundene Unternehmen nicht mehr direkt Inserate in Fraktionsmedien schalten, doch das würde einen weiten Kreis an anderen Betrieben und Einrichtungen auslassen.“

Bernhard fordert drei konkrete Punkte, die die WKO umsetzen muss, damit die Lektionen aus dem Wirtschaftsbund-Skandal in Vorarlberg auch wirklich gelernt werden: „Bevor neue Regeln umgesetzt werden, muss der Wirtschaftskammer-Präsident reinen Tisch machen. Wir verlangen eine lückenlose Aufarbeitung der Vergangenheit und zwar ebenfalls in allen Organisationseinheiten wie den Fachgruppen. Anstatt der Vorschläge Mahrers muss sich die WKO endlich umfassende Compliance-Regeln und Kontrollmechanismen geben, ausgearbeitet von externen Expertinnen und Experten. Und es braucht ein Ende der Erpressung von Unternehmerinnen und Unternehmern durch den Wirtschaftsbund, der seine bisherige Machtposition schamlos zu Geld gemacht und dieses Schutzgeld dann teilweise der ÖVP weitergeleitet hat. Die Wirtschaftskammer sollte die Interessenvertretung der Unternehmerinnen und Unternehmer im Land sein und die Stärkung der Unternehmensfreude ins Zentrum ihrer Arbeit stellen. Der Selbstbedienungsladen WKO für die ÖVP und den Wirtschaftsbund hat keinen Platz in der Zukunft!“

UNOS – Unternehmerisches Österreich
Michael Bernhard
UNOS Bundessprecher
michael.bernhard@unos.eu
https://www.unos.eu/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender