Disoski/Götze: Einigung auf verbindliche Frauenquoten ist wichtiger Schritt für Geschlechtergerechtigkeit

Europäische Union unterstützt Bestrebungen der Grünen für mehr Frauen in Führungspositionen

Wien (OTS) – Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten und dem europäischen Parlament gibt es eine Einigung für verbindliche Frauenquoten in börsennotierten Unternehmen. Staaten müssen bis 2026 eines von zwei Modellen in nationales Recht umsetzen:
Frauen besetzen entweder 40 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder oder der durchschnittliche Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen liegt bei mindestens 33 Prozent.

„Mehr Frauen in Führungspositionen sind gut für uns Frauen und für die Unternehmen. Trotzdem ist der Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen in Europa, besonders in Österreich, noch immer beschämend niedrig“, sagt Elisabeth Götze, Wirtschaftssprecherin der Grünen, und betont: „Ich freue mich, dass die Europäische Union nun verbindliche Vorgaben macht, das gibt uns Rückenwind bei unseren Vorhaben.“

„Die Einigung auf EU-Ebene ist ein wichtiger Schritt nach vorne auf unserem langen Weg zur Gleichstellung von Frauen am Arbeitsmarkt. Aber damit ist es nicht getan. Wir brauchen in Österreich auch abseits der Vorstandsebenen verbindliche Quoten, bis hinein in den mittleren Management-Bereich, vor allem auch für Betriebe unter der 1000 Mitarbeiter:innengrenze. Ebenso braucht es bei Nichterfüllung der Vorgaben Sanktionen und eine kontinuierliche Anpassung der Maßnahmen, damit wir den Frauenanteil endlich auf allen Ebenen heben und bestehende Diskriminierungen abbauen“, hält Meri Disoski, stellvertretende Klubobfrau und Frauensprecherin der Grünen, fest.

In Österreich gilt seit 2018 eine Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen sowie in jenen Betrieben mit mehr als 1.000 Mitarbeiter:innen. 2020 beschloss die Bundesregierung für Aufsichtsräte von Unternehmen, die mehrheitlich in öffentlicher Hand sind, einen Frauenanteil von 40 Prozent anzustreben. Darüber hinaus wurde im Sommer 2021 vom Wirtschaftsministerium eine Studie in Auftrag gegeben, die Maßnahmen zur Erhöhung der Frauenquote in Österreichs Unternehmen geprüft hat. „Die Ergebnisse wurden noch nicht veröffentlicht. Wir wollen im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle übernehmen. Es ist höchste Zeit, dass wir das Potenzial der Frauen voll ausschöpfen und ihnen die Chancen bieten, die sie verdienen. Das stärkt auch unseren Wirtschaftsstandort“, sagt Götze.

„Die Studienergebnisse des Wirtschaftsministeriums sind notwendig, um eine fundierte Umsetzung konkreter Maßnahmen zu ermöglichen. Umso wichtiger ist es, dass sie rasch veröffentlicht werden“, betont auch Disoski. „Was die EU kann, können wir auch, es müssen nur alle Beteiligten wollen.“

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