NEOS zu 15a-Vereinbarung: Kindergartenmilliarde ist Etikettenschwindel

Künsberg Sarre: „Im Endeffekt bleiben nur 57 Millionen Euro mehr pro Jahr übrig. Das türkis-grüne Paket ist insgesamt zu mutlos und unambitioniert.“

Wien (OTS) – „Mit der neuen Bund-Länder-Vereinbarung zur Elementarpädagogik hat die Regierung eine große Chance vertan, die Verhältnisse in den Kindergärten und Krippen ernsthaft zu verbessern. Das türkis-grüne Paket ist insgesamt zu mutlos und unambitioniert“, sagt NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. Damit jedes Kind mit seinen Bedürfnissen wahrgenommen und in seinen Talenten gefördert werden könne, brauche es kleinere Gruppen, mehr Personal und höhere Qualitätsstandards. „Entsprechende NEOS-Anträge wurden allerdings konsequent vom Tisch gewischt, obwohl mit der 15a-Vereinbarung keine einzige dieser Herausforderungen wirklich bewältigt wird. So bleibt das Schlagwort vom Kindergarten als erster Bildungseinrichtung eine hohle Phrase.“

Die von ÖVP und Grünen hochgelobte Kindergartenmilliarde sei in Wahrheit ein „Etikettenschwindel“, da gerade einmal 57 Millionen Euro mehr pro Jahr übrigblieben, die teilweise noch von der Teuerung aufgefressen werden, stellt die NEOS-Bildungssprecherin klar: „Das ist nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es ist eine weitere verpasste Möglichkeit, endlich einen mutigen Schritt nach vorne zu machen. Bund und Länder müssen gemeinsam ein langfristiges Ziel für die Elementarbildung und Kinderbetreuung vereinbaren und einen verbindlichen Stufenplan mit einer klaren Zukunftsperspektive entwickeln.“

Ein Stufenplan für kleinere Gruppen wäre eine „langfristige Lösung für den Fachkräftemangel in den Elementarbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen“. Künsberg Sarre: „Damit könnten wir endlich diesen Teufelskreis von zu wenig Personal für zu große Gruppen durchbrechen und so auch bessere Arbeitsbindungen schaffen. Doch mit dieser Vereinbarung werden wir das nicht schaffen.“

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