
ÖH erfreut über Freilassung von unrechtmäßig inhaftiertem Studenten
Nach 18-monatiger Haft in Ägypten wurde der CEU-Student Ahmed Samir Santawy endlich freigelassen.
Wien (OTS) – Vergangenes Wochenende wurde der CEU-Student Ahmed Samir Santawy nach 18 Monaten unrechtmäßiger Haft in Ägypten freigelassen. Ahmed wurde im Februar 2021 bei einem Besuch seiner Familie in Ägypten unter dem Vorwurf der „Verbreitung von Falschnachrichten in sozialen Medien“ verhaftet – eigentlicher Grund war seine kritische und progressive Forschung. „Wir sind erleichtert über die längst überfällige Freilassung von Ahmed Samir Santawy“, zeigt sich Keya Baier vom Vorsitzteam der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) erfreut. Dieser Erfolg ist auf den unermüdlichen Einsatz zahlreicher Menschen und Organisationen zurückzuführen, die sich gemeinsam mit der ÖH für die Freilassung Ahmeds eingesetzt haben. „Unser Dank gilt dabei insbesondere Amnesty, der CEU, der #FreeAhmed-Kampagne und allen weiteren, die sich für die Freilassung eingesetzt haben. Gemeinsam konnten wir erfolgreich sein“, führt Baier weiter aus.
So groß die Freude über die Freilassung ist, die Frage nach seiner Ausreise ist noch offen. „Wir fordern die ägyptische Regierung auf, Ahmed sofort die Ausreise zu ermöglichen, damit er sein Studium in Österreich so bald wie möglich fortsetzen kann!“, fordert Sara Velić aus dem Vorsitzteam der ÖH. Des Weiteren müssen Schritte gesetzt werden, die verhindern, dass weitere Menschen ähnliche Schicksale erleiden müssen. „Es ist untragbar, dass Personen aufgrund ihrer kritischen Forschung inhaftiert werden – Forschung und Lehre müssen frei sein“, appelliert Velić.
Ahmeds Schicksal ist kein Einzelfall. Weltweit werden unzählige Menschen aufgrund ihrer Forschung und öffentlichen Äußerungen festgehalten. „Leider sind akademische Freiheit und freie Meinungsäußerung immer noch nicht selbstverständlich – wir müssen weiterhin für Personen, die aufgrund ihrer Forschung festgehalten werden, kämpfen“, betont Naima Gobara vom Vorsitzteam der ÖH. Dabei sei insbesondere zu erwähnen, dass nicht alle politischen Gefangenen breite internationale Unterstützung und Aufmerksamkeit bekommen und nur ein Bruchteil des tatsächlichen Ausmaßes in die Öffentlichkeit dringt.
ÖH – Österreichische Hochschüler_innenschaft
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