WELTjournal/WELTjournal +: „Chile – Linksruck in Südamerika“ und „Amazonas – Apokalypse im Regenwald“

Am 3. August ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – In Südamerika schlägt das politische Pendel wieder nach links. Neben Mexiko, Kolumbien und Honduras erlebt auch Chile, das lange unter den Nachwirkungen der Diktatur Pinochets litt, eine radikale Wende. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa Hofmann – zeigt dazu am Mittwoch, dem 3. August 2022, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Chile – Linksruck in Südamerika“. Um 23.05 Uhr folgt im „WELTjournal +“ die Dokumentation „Amazonas – Apokalypse im Regenwald“.

WELTjournal: „Chile – Linksruck in Südamerika“

Mit dem 36-jährigen Gabriel Boric ist erstmals in Chile ein ehemaliger Studentenführer zum Präsidenten gewählt worden. „WELTjournal“-Reporterin Julieta Rudich reist in das aufgewühlte südamerikanische Land, in dem in den vergangenen Jahren die Kluft zwischen Arm und Reich enorm gewachsen ist und die hohen Treibstoffpreise zu Protestwellen geführt haben. Sie begleitet Arbeiterinnen, die während der Pandemie ein ganzes Stadtviertel auf einer Müllhalde gebaut haben. Und sie beobachtet das Tauziehen um eine neue Verfassung, die Chile sozial gerecht machen soll. Frauen, Indigene und andere bisher diskriminierte Bevölkerungsgruppen betreten nun die politische Bühne. Jenseits der Anden spricht man vom Anbruch einer neuen politischen Ära.

WELTjournal +: „Amazonas – Apokalypse im Regenwald“

Der Amazonas ist der mit Abstand wasserreichste Fluss der Erde, beheimatet die größte Artenvielfalt weltweit und ist Lebensraum der indigenen Ureinwohner Brasiliens – zugleich ist er bedrohter denn je. Brasiliens umstrittener Präsident Jair Bolsonaro fördert die weitere wirtschaftliche Erschließung der Amazonas-Region und lehnt eine Ausweitung der Schutzgebiete für Indigene ab. Erst im Juni haben der Mord an einem britischen Journalisten und einem Indigenen-Experten der Weltöffentlichkeit wieder vor Augen geführt, dass kritische Recherche und Engagement für Indigene und Umwelt hier lebensgefährlich sind. „WELTjournal +“ zeigt, wie trotz eindringlicher Warnungen von Umwelt- und Klimaschützern die illegale Zerstörung des Regenwaldes weitergeht. Eine Bestandsaufnahme quer durch Brasilien: von der bolivianischen Grenze bis zum Xingu kommen die Bewohner des Regenwaldes ebenso zu Wort wie Fachleute und Aktivisten – etwa ein junger indigener Häuptling, eine engagierte Ordensschwester sowie Farmer, die Bolsonaros Amazonas-Politik für die einzig richtige halten.

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