
Oö. Volksblatt: „Der Weg des ,Toni'“ (von Dominik HENNERBICHLER)
Ausgabe vom 24. August 2022
Linz (OTS) – Ein Monat vor der Landtagswahl in Tirol am 25. September redet „der
Toni“, wie ÖVP-Spitzenkandidat Anton Mattle im heiligen Land auch gern genannt wird, Klartext. Mit ihm werde es keine Koalition mit den „Blauen“ geben, eine Zusammenarbeit sei „undenkbar“. Das ist ungewöhnlich, lässt man sich in Österreich doch traditionell eher gern alle Möglichkeiten offen. In den seltensten Fällen weiß der Wähler schon vor der Wahl genau, was er für seine Stimme bekommt, oder was er eben bestimmt nicht bekommen wird.
Doch „der Toni“ wählt einen anderen Weg. Und das, obwohl es laut Umfragen derzeit nicht rosig für die Tiroler ÖVP aussieht. Ein klarer Sieg der Schwarzen scheint zwar — selbst bei den historisch niedrigsten Werten von um die 30 Prozent — als „gmahde Wiesn“. Je schlechter das Ergebnis am Ende aber ist, desto schwieriger wird die Suche nach einem Regierungspartner. Sich also schon vorher von einem potenziellen Partner loszusagen ist konsequent, aber vor allem auch mutig. Bleibt aus schwarzer Sicht nur zu hoffen, dass der Mut vom „Toni“ belohnt wird. Jedes Prozent mehr steigert am Ende nicht nur die Auswahlmöglichkeit für die ÖVP, sondern vermutlich auch die Stabilität einer künftigen Landesregierung. Und Stabilität ist in diesen Zeiten wohl erstrebenswerter, denn je.
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