Auftakt zur Le+O Erntedanksammlung mit Kardinal Schönborn und Caritas Präsident Landau

Gemeinsam für Menschen in Not: Über 120 Pfarren sammeln haltbare Lebensmittel für Armutsbetroffene in Wien und NÖ – heuer dringender denn je

Coronakrise, Rekordinflation, Teuerungen: Die Zahl der Menschen, die sich hilfesuchend an die Caritas wenden, steigt weiter. „Die Teuerungen spüren wir alle – bei jedem Besuch im Supermarkt, bei jeder fälligen Rechnung. Doch Armutsbetroffene treffen diese steigenden Preise dreifach hart. Es geht um Lebensmittel, Wohnen und Energie. Und mit Blick auf den Winter sehen wir, wie sehr der Druck in der Bevölkerung steigt“, so Caritas Österreich Präsident Michael Landau bei einem Pressetermin zum Auftakt der Erntedanksammlung. Besonders hoch ist die Nachfrage beim Projekt Le+O – Lebensmittel und Orientierung, das die Caritas gemeinsam mit Pfarren führt. Hier werden armutsbetroffene Haushalte konkret mit Lebensmitteln und Hygieneprodukten sowie Beratung unterstützt. Die Warteschlangen sind lang und werden immer länger. In 15 Ausgabestellen werden Lebensmittel verteilt – darunter Obst und Gemüse, Milchprodukte und andere Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft werden. Haltbare Lebensmittel sind seit Jahren Mangelware und sehr gefragt bei Le+O. Deshalb rufen über 120 Pfarren auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien vier Wochen gemeinsam dazu auf, Zucker, Reis, Öl, Kaffee, Salz und alle Arten von Konserven zu sammeln. Im Rahmen der Erntedanksammlung können die Spenden im Zeitraum von 18. September bis 16. Oktober 2022 direkt in den teilnehmenden Pfarren abgegeben werden. Landau: „Bereits seit 2013 gibt es die Erntedanksammlung zugunsten von Le+O. Im Vorjahr haben 130 Pfarren 30,5 Tonnen haltbare Lebensmittel gesammelt. Diese konkrete Unterstützung kommt an und ist heuer dringender denn je. Es kommt auf jede einzelne Spende an und jedes Kilo hilft.“

Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof: „Erntedank feiern wir heuer unter dem Eindruck der sommerlichen Dürreperiode einerseits und des Ukrainekrieges mit seinen katastrophalen Auswirkungen auf die Getreideversorgung im globalen Süden andererseits. Das alles lehrt uns, dass nichts selbstverständlich ist. Letztlich ist alles Gabe und damit auch Aufgabe: Diese Krisen können wir nur gemeinsam und mit der Bereitschaft zu Teilen meistern.“

BIS ZU 26 TONNEN WERDEN JEDE WOCHE AUSGEGEBEN

Seit mehr als zehn Jahren gibt die Caritas dank der Unterstützung von mehr als 1.000 Freiwilligen in 15 Ausgabestellen in Wien und NÖ Lebensmittel an Menschen aus, die sich einen Einkauf im normalen Supermarkt nicht oder nur sehr schwer leisten können. Unter den Gästen sind Alleinerziehende, Familien, Menschen, die oft aufgrund einer Krankheit langzeitarbeitslos sind oder auch jene, die von Altersarmut betroffen sind. 850 Tonnen gespendete und/oder vor dem Müll gerettete Lebensmittel waren es allein im vergangenen Jahr. Die gemeinsame Überzeugung lautet: Lebensmittel sollen satt machen, Lebensmittel gehören in den Magen und nicht in den Müll. Doch der Bedarf steigt. Die Schlangen wurden zuletzt von Woche zu Woche länger. Waren es 2021 durchschnittlich 17 Tonnen Lebensmittel, sind es aktuell bereits bis zu 26 Tonnen Frisch- und Haltbarware, die hier Woche für Woche ausgegeben werden. Und: Die geretteten Lebensmittel werden leider weniger. Le+O ist daher weiterhin dringend auf Lebensmittelspenden angewiesen.
ENGAGEMENT IN DEN PFARREN UNGEBROCHEN

Lisa Rieger, MA
stv. Pressesprecherin
Caritas der Erzdiözese Wien
0664/829 44 11
Lisa.rieger@caritas-wien.at

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