
„WELTjournal“-Städteporträtserie: Tim Cupal präsentiert „Mein Gaza – am 14. September um 22.30 Uhr in ORF 2
Danach „WELTjournal +: Jung, weiblich, palästinensisch – Kampf um Selbstbestimmung“
Wien (OTS) – Zum Abschluss der diesjährigen „WELTjournal“-Städteporträtserie, in der ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten „ihre Stadt“ auf die etwas andere Art präsentieren und Einblick in ihren Arbeitsalltag geben, führt Tim Cupal in „Mein Gaza“ am Mittwoch, dem 14. September 2022, um 22.30 Uhr in ORF 2 durch den dicht besiedelten Küstenstreifen am östlichen Mittelmeer. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Jung, weiblich, palästinensisch – Kampf um Selbstbestimmung“.
WELTjournal: „Mein Gaza“ – mit ORF-Korrespondent Tim Cupal
Seit mehr als 15 Jahren ist der palästinensische Gazastreifen von der Außenwelt abgeschnitten. Nach der Machtübernahme der radikalislamische Palästinenser-Organisation Hamas haben Israel und Ägypten ihre Grenzen zu Gaza geschlossen – aus Sicherheitsgründen lautet die offizielle Begründung. Die westliche Welt nimmt den kleinen dicht besiedelten Küstenstreifen am östlichen Mittelmeer nur noch im Kriegsfall wahr oder wenn Terroristen aus Gaza Raketen auf Israel feuern und Israel mit der Bombardierung von Hamas-Einrichtungen antwortet.
ORF-Korrespondent Tim Cupal, der immer wieder aus Gaza berichtet, hat für sein Stadtporträt mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Gazastreifens gesprochen. Die Ausreise ist nur für einen verschwindend kleinen Teil der Bevölkerung möglich. Nur Diplomatinnen und Diplomaten, Journalistinnen und Journalisten sowie Mitarbeiter/innen internationaler Hilfsorganisationen können das Gebiet betreten. Zwei Millionen Menschen führen in Gaza ein für die Welt fast unsichtbares Leben. Wie bewältigen sie tägliche Herausforderungen? Wovon träumen sie? Was erhoffen sie trotz aller Einschränkungen von der Zukunft?
WELTjournal +: „Jung, weiblich, palästinensisch – Kampf um Selbstbestimmung“
Junge Frauen in Palästina begehren auf. In der traditionell patriarchalen Gesellschaft wurde zwar die Stellung der Frau in den vergangenen Jahren gestärkt, doch die Freiheit hat weiterhin Grenzen:
„Meine Eltern haben nicht erlaubt, dass ich mich einer Band anschließe, weil ich die einzige Frau gewesen wäre“, erinnert sich Rapperin Safaa Hathot an die Anfänge ihrer Karriere.
„WELTjournal +“ porträtiert junge palästinensische Frauen in Palästina und Israel und zeigt ihren Alltag in einer Macho-Welt. Frauen wie DJane Yasmin Eve aus der konservativen arabischen Gemeinde im israelischen Haifa bringt die Vorurteile auf den Punkt: „Viele sind schockiert, wenn sie herausfinden, dass ich keine Jüdin bin. Ich habe Tattoos und ein Nasenpiercing, daher schaue ich angeblich nicht wie eine Palästinenserin aus“. Obwohl mittlerweile viele palästinensische Frauen studieren und arbeiten, werden sie in Teilen der Gesellschaft nicht oder nur widerwillig akzeptiert. Nach wie vor sind viele Frauen einem strengen Vormundschaftssystem unterworfen. Häusliche Gewalt ist sowohl im Westjordanland als auch im Gazastreifen noch immer nicht strafbar. Und erst vor wenigen Jahren wurde ein Gesetz abgeschafft, das Vergewaltigern Straffreiheit versprach, wenn sie ihr Opfer heiraten.
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