Teuerung verhindert Bildungsteilhabe von Kindern

Kinderfreunde: Auch Elternvereine geraten unter Druck

_DIE BEOBACHTUNGEN DER KINDERFREUNDE BESTÄTIGEN DIE ERKENNTNIS DER AK-STUDIE, DASS DIE MASSIVE TEUERUNG DIE BETEILIGUNG AN DER BILDUNG IN WICHTIGEN TEILBEREICHEN (LERNHILFE, AUSFLÜGE, PROJEKTWOCHEN, KURSE, SPORT, ETC.) FÜR VIELE KINDER GEFÄHRDET ODER VERUNMÖGLICHT. _

Derzeit melden sich verstärkt Eltern in den Elternvereinen und ersuchen um Unterstützung für gestiegene Kosten, vor allem die Mehrkindfamilien, wo sich Belastungen dann oft vervielfachen. Dort muss dann entschieden werden, welches Kind an der Sportwoche teilnehmen kann und welches nicht. Die Unterstützungen der Elternvereine sind zwar ein wertvoller Beitrag, kompensieren können sie die Teuerung aber natürlich nicht. Weiters geraten auch die ELTERNVEREINE DURCH DIE TEUERUNG UNTER DRUCK: Wenn sich die Eltern immer weniger leisten können, überlegen sie auch, ob der Mitgliedsbeitrag im Elternverein unbedingt nötig ist. Dieser kann dann weniger unterstützen.

„Die Regierung muss also handeln und gezielt dafür sorgen, dass vor allem die ärmeren Familien besser unterstützt werden, um sich die Bildung ihrer Kinder weiter leisten zu können“ fordert JÜRGEN CZERNOHORSZKY, Vorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde.

Dazu haben die Kinderfreunde ZAHLREICHE VORSCHLÄGE gemacht. Zum Beispiel wurde im Elternbeirat im Bildungsministerium DIE SOZIALE STAFFELUNG DES 110-EURO-SELBSTBEHALTS für die Schul-Laptops gefordert oder die längst fällige ANPASSUNG DER EINKOMMENSGRENZEN für den BEZUG VON SCHULBEIHILFE ODER DIE UNTERSTÜTZUNG FÜR SCHULVERANSTALTUNGEN. Diese müsste längst VALORISIERT werden, um entsprechend wirksam zu sein. Weiters müsste die 5-Jahres-Einkommenssteuerpflicht-GRENZE FALLEN, um sie überhaupt beantragen zu können, denn so werden viele bedürftige Familien von vornherein ausgegrenzt, z. B. alle geflüchteten Familien, die kürzer im Land sind. 

Der AUSBAU DER GANZJÄHRIGEN GRATIS-NACHHILFE, die es so nur in Wien gibt, ist BUNDESWEIT dringend nötig. Denn wenn die Kosten allerorts steigen, können die Eltern sich diese nicht mehr leisten, wie die AK klar darstellt.

Der WARENKORB FÜR SCHULSACHEN UND UNTERRICHTSMATERIALEN an den Schulen müssten erhöht werden, sonst kommen viele Schulen nicht mehr damit aus. Schon jetzt müssen viele Elternvereine hier massiv zuschießen, viele haben aber nicht die Mittel dazu, weil viele Eltern den Mitgliedsbeitrag nicht mehr zahlen können.

Die wirtschaftliche Selbständigkeit der höheren Schulen führt weiters dazu, dass vielen Schulen Probleme mit den HEIZ- UND STROMKOSTEN-STEIGERUNGEN haben, die so nicht budgetiert sind.

„Es gäbe also viel zu tun für den Minister, um den Kinder und Eltern an den Schulen das Leben zu erleichtern! Es ist zu hoffen, dass hier bald konkrete Lösungen kommen!“ schließt Czernohorszky.

Günther Leeb
Fachbereich Bildung
guenther.leeb@kinderfreunde.at
01 5121298-51

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