Grüne Wien/Berner: Stadt Wien finanziert Prestigeobjekte statt Wintervorsorge für die Kulturszene

Statt KünstlerInnen in Wien zu unterstützen, investiert die Kulturstadträtin in ein nicht budgetiertes Pratermuseum Statt KünstlerInnen in Wien zu unterstützen, investiert die Kulturstadträtin in ein nicht budgetiertes Pratermuseum

Auch die Kulturszene in Wien leidet stark unter steigenden Energiekosten und hoher Inflation – dazu kommt, dass die Publikumszahlen zurückgehen, weil auch hier das Geldbörsl dünner wird. „Es ist absehbar, dass die Situation noch schimmer wird, die Energiekosten werden weiter steigen und ein neuerlicher Corona-Ausbruch könnte zu neuerlichen Einschränkungen führen. Ich kann den Aufschrei der Kulturszene daher gut nachvollziehen“, so die Kultursprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner.

Statt aber die vorhandenen Budgetmittel für absehbare Kostenerhöhungen zu reservieren, hat die SPÖ Wien beschlossen, ein ungeplantes Prestige-Objekt zu bauen: das Pratermuseum um 4 Millionen Euro. „Der 100 Millionen Euro teure Bau des Wien Museums ist nicht einmal abgeschlossen, schon wird in ein neues Museum investiert. Müssten die Prioritäten jetzt angesichts der Krise nicht verschoben werden?“, fragt Berner. Durch den Ukrainekrieg sind Zulieferungen unsicherer und vor allem teurer geworden. Es ist also davon auszugehen, dass die bisher geplanten Baukosten überschritten werden.

„Wer der Kulturszene und den Wienerinnen und Wienern jetzt Hoffnung geben will, darf nicht weitere Prestigeprojekte aufstellen, sondern muss in vorhandene Infrastruktur und Erhaltung der bestehenden Institutionen und Vereine investieren“, so Berner. Außerdem braucht es dringend ein Konzept für mehr Nachhaltigkeit für die Freie Szene.  Das ewige Hanteln von Projekt zu Projekt ist angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage nicht mehr zumutbar. Die meisten für das heurige Jahr genehmigten freien Projekte werden angesichts der steigenden Energie und Inflationskosten ihre geplanten Budgets kaum einhalten können. „Wenn die Stadträtin ein Implodieren der Wiener Kulturszene im kommenden Winter verhindern will, muss sie jetzt handeln und neue Budgets aufstellen“, fordert Berner abschließend.

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