
VSV startet Online-Petition zur „Strompreisbremse“
Auch Haushalte mit Sub-Zählern im Gesetz berücksichtigen
Die von der Regierung angekündigte „Strompreisbremse“ soll noch im Oktober 2022 im Nationalrat beschlossen werden. Der Verbraucherschutzverein (VSV) warnt vor mangelnder Treffsicherheit der Maßnahme. Statt Menschen mit realen Verbräuchen würden Stromzähler gefördert, was zu massiven Ungerechtigkeiten führt.
„Die angekündigte „Strompreisbremse“ ist keine Bremse, sondern eine Subvention. Energielieferanten werden mit Steuergeld bezuschusst, um ihren Kunden einen Grundverbrauch von bis zu 2.900 kWh zu einem Preis von maximal 10 Cent je Kilowattstunde anbieten zu können. Im Hintergrund freilich, können die Preise weiter steigen. Der Markt wird nicht moderiert, das Merit-Order-Prinzip nicht angetastet und damit die Abhängigkeit des Strompreises vom Gaspreis als Grundübel akzeptiert,“ erklärt die designierte VSV-Obfrau NR Abg a.D. Daniela Holzinger-Vogtenhuber
Aus Sicht des VSV kann die sogenannte „Strompreisbremse“ ihrem Namen daher nicht gerecht werden. Sie kann Probleme durch Subvention lediglich oberflächlich und wenig nachhaltig kaschieren. Bei einer absehbar zukünftigen Einstellung der Maßnahme, stünde man wieder am Anfang und die VerbraucherInnen erneut vor einer Kostenlawine.
Auch im Bereich der Treffsicherheit sieht der VSV grundlegende Konstruktionsfehler: Hunderttausende Menschen, so sie über keinen eigenen Stromzähler verfügen, haben entsprechend des aktuellen Vorschlags der Regierung, keinen Zugang zur „Strompreisbremse“.
Daniela Holzinger-Vogtenhuber, +43 650 21 10 878
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