
The Phantom Giant and the No-Key Gate. The German-Jewish Settlement and the Holocaust
Simon Wiesenthal Lecture von GIDEON REUVENI, Direktor des Weidenfeld Institute of Jewish Studies an der Universität Sussex
Als am 10. September 1952 die Bundesrepublik Deutschland, der Staat Israel und die Conference on Jewish Material Claims Against Germany in Luxemburg ein Reparationsabkommen unterzeichneten, galt dieser Vergleich als historisch. In offiziellen Veröffentlichungen beider Seiten wurde sie als zentrales Vorhaben von ungeheurer Tragweite dargestellt, das in der Geschichte der internationalen Beziehungen ebenso beispiellos war wie die Vernichtung des jüdischen Volkes durch Nazi-Deutschland in der Geschichte der Menschheit. Das Abkommen sollte eine entscheidende Rolle für die Erziehung des deutschen Volkes und als historischer Präzedenzfall für die ganze Welt spielen. Es setzte ein Beispiel und enthielt eine Warnung: Verbrechen des Völkermords dürfen nicht ungestraft bleiben, und die moralische Schuld, die sich daraus ergibt, muss beglichen werden.
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
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