
Wolff: GAP-Zahlungen für Österreich geben Bäuerinnen und Bauern Stabilität
Aktuelle Stunde und Debatte über die Neue Gemeinsame Agrarpolitik ab 2023 mit Landwirtschaftsminister Totschnig
„Es ist gelungen, die GAP-Zahlungen für Österreich im größtmöglichen Ausmaß zu sichern und damit Stabilität für unsere Bäuerinnen und Bauern zu gewährleisten“, sagte die Wiener Bundesrätin Elisabeth Wolff heute, Donnerstag, anlässlich der Aktuellen Stunde im Plenum des Bundesrates. Die ÖVP hat für diese aktuelle Aussprache mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig das Thema „Neue Gemeinsame Agrarpolitik ab 2023 – ein Zukunftsprogramm für unsere Bäuerinnen und Bauern“ gewählt. Der Landwirtschaftsminister unterstrich, dass die bisherigen Leistungen im Umwelt- und Klimabereich anerkannt wurden und so Österreichs Weg der ökosozialen Agrarpolitik fortgesetzt werden könne. „Wir können auf dem alten Programm im Sinne einer Evolution und nicht einer Revolution aufbauen und damit für Stabilität und Planungssicherheit bei unseren Bäuerinnen und Bauern sorgen“, unterstrich der Minister. „Die GAP ist ein Zukunftsprogramm. Sie schafft auch zur Erreichung der Klimaziele eine wichtige Basis.“
Wolff wies weiters darauf hin, dass Österreich zu den ersten Mitgliedsstaaten zähle, welche eine Genehmigung für die nationale Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2023 erhalten haben. Durch erfolgreiche Verhandlungen konnte für Österreich ein deutliches Plus für die nationale GAP-Umsetzung im Vergleich zur bisherigen Periode erzielt werden. Insgesamt stehen mehr EU-Mittel vor allem für die ländliche Entwicklung zur Verfügung, unterstreicht die Wiener Bundesrätin. Mit der neuen GAP sollen unter anderem Ziele wie beispielsweise ein Beitrag zum Klimaschutz sowie die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Attraktivität für Junglandwirte verfolgt werden. Rund drei Prozent werden für die nächste Generation zweckgewidmet.
In der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik spiele auch die biologische Produktion eine wichtige Rolle. Wolff hob in diesem Zusammenhang den schon hohen Anteil an Biolebensmitteln in Österreich hervor, der auch ein Konsument/innenwunsch sei. Die Produktion von Biolebensmitteln erfahre in Krisenzeiten sogar weniger Preissteigerungen. „Man könnte also sagen, die Biolandwirtschaft ist krisensicher“, so Wolff. Europa habe im Rahmen des EU-Bio-Aktionsplanes das Ziel, die Bio-Flächen auszuweiten. Der Minister zeigte sich in diesem Zusammenhang zuversichtlich, dass Österreich sein Ausbau-Ziel bei den Bio-Flächen auf 30 Prozent erreichen wird.
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