
TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel: „Bauland und Bauernhand“, von Peter Nindler, Ausgabe vom Sonntag, 23. Oktober 2022
Mit dem leistbaren Wohnen steht und fällt die Regierungspolitik von SPÖ-Chef Georg Dornauer in Tirol.
Dass der ÖVP-Bauernbund schon jetzt auf Distanz zur Baulandmobilisierungsabgabe geht, spricht Bände beim leistbaren Wohnen.
Teuerung, Energiekrise oder Pandemie sind die großen aktuellen Herausforderungen für die Politik. Leistbares Wohnen ist hingegen das seit Jahren unbewältigte Problem in Tirol. Egal, ob bis 2013 Schwarz-Rot, danach Schwarz-Grün oder ab Dienstag wieder Schwarz-Rot: Am landespolitischen Spickzettel steht finanzierbarer Wohnraum weiterhin ganz oben, schließlich brennen die explodierenden Wohnungs- und Grundkosten den TirolerInnen unter den Nägeln. Verfassungsrechtliche Bedenken bei der geplanten Baulandmobilisierungsabgabe, um wenigstens einen Teil der 3400 Hektar brachliegenden Baulands preisdämpfend zu mobilisieren, müssen selbstverständlich mehr als ernst genommen werden. Aber zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.
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