Florianschütz (SPÖ): Antisemitismus darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben!

Bericht der Antisemitismus-Meldestelle der IKG hinterlässt gemischte Gefühle.

Heuer hat es weniger antisemitische Vorfälle gegeben als im Vorjahr. Das geht aus dem heute veröffentlichten Bericht der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) für das erste Halbjahr 2022 hervor. Demnach wurde ein Rückgang von 32 Prozent vermerkt.

„Natürlich zeigt der Bericht erfreuliche Ergebnisse, aber wenn man genauer hinschaut, ist die Zahl der physischen Übergriffe weiterhin auf sehr hohem Niveau“, gibt Peter Florianschütz, Vorsitzender der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Antisemitismus des Wiener Gemeinderates, zu bedenken. Tatsächlich sind die Zahlen der physischen Angriffe und Drohungen auf Vorjahresniveau geblieben. „Diese Tatsache ist besorgniserregend, denn das bedeutet, dass die Gewaltbereitschaft zugenommen hat“, so Florianschütz weiter.

Der Rückgang der antisemitischen Vorfälle sei laut Bericht der Antisemitismus-Meldestelle der IKG vor allem auf die Abnahme antisemitischer Vorfälle mit Coronabezug zurückzuführen. Von einer höheren Dunkelziffer ist auszugehen. „Antisemitismus-Prävention ist nach wie vor enorm wichtig, aber es braucht ebenso effektive Maßnahmen gegen den Antisemitismus und Rechtsextremismus“, so Florianschütz abschließend.

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