Katholischer Familienverband: Aus für den Mutter-Kind Pass wäre ein Armutszeugnis

Vorsichtige Erleichterung auf die Zusage des Gesundheitsministers, dass künftig die Untersuchungen weiterhin öffentlich finanziert werden sollen.

Entsetzt zeigt sich der Katholische Familienverband über die aktuellen Entwicklungen bezüglich des Mutter-Kind Passes. „Bereits Anfang Oktober stellte die Ärztekammer einen Ausstieg der Ärzt/innen in Wien, Niederösterreich und Steiermark in den Raum, weil die Honorare für die Vorsorgeuntersuchungen seit 1994 nicht wertangepasst worden seien. Nun gab auch die oberösterreichische Ärztekammer ihren voraussichtlichen Ausstieg bekannt“, bedauert Trendl. Bereits im Oktober hatte die größte überparteiliche Familienorganisation eine sofortige Lösung im Sinne von Kindern und Müttern gefordert. „Das sich die Ärztekammer jetzt auf ein Ende des Modells in seiner aktuellen Form einstellt, ist mehr als besorgniserregend“, so Trendl und zeigt sich erleichtert, dass der kostenlose Fortbestand dieser Leistungen durch den Gesundheitsminister zugesichert wurde.

„Mit dem Mutter-Kind Pass wurde ein niederschwelliges Instrument eingeführt, dass jeder werdenden Mutter und danach ihrem Kind ein engmaschiges Netz an Vorsorge und medizinischer Versorgung garantiert. Das muss unbedingt erhalten bleiben“, so seine Forderung. Trendl verweist auf die deutlich gesunkene Säuglingssterblichkeit seit Einführung des Mutter Kind Passes: Bereits zehn Jahre nach seiner Einführung halbierte sich die Säuglingssterblichkeit auf 11,4 pro tausend Kinder und sank kontinuierlich weiter. „Dass über den Fortbestand dieses unverzichtbaren Erfolgsprojektes jetzt überhaupt diskutiert werden muss, ist ein Armutszeugnis für die Gesundheitspolitik“, so Trendl und appelliert an alle Verantwortlichen schnell eine niederschwellige Lösung im Sinne der Mütter und Kinder zu finden, statt werdende und frischgebackene Eltern derart zu verunsichern.

Katholischer Familienverband Österreichs
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