
FPÖ – Schmiedlechner: „Um Lebendtiertransporte quer durch Europa zu verhindern, braucht es eine lückenlose Herkunftskennzeichnung!“
„Um Lebendtiertransporte zu verhindern, wäre doch der erste logische Schritt, eine lückenlose Herkunftskennzeichnung einzuführen“, betonte der freiheitliche Agrarsprecher NAbg. Peter Schmiedlechner in seinem Debattenbeitrag. „In Österreich haben wir bei der Fleischproduktion sehr hohe Standards. Dies ist gut, führt aber dazu, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte höhere Preise verlangen müssen“, erklärte Schmiedlechner. Als Beispiel nannte er die Putenproduktion: „Die Konsumenten werden im Handel mit einer großen Auswahl an Billigimporten konfrontiert, die Herkunft ist nicht überall erkennbar, so greifen die Konsumenten dann zur billigen Ware.“
Die Lösung für den Freiheitlichen wäre die schon lang geforderte verpflichtende Herkunftskennzeichnung. „So würde man durch eine bewusste Konsumentenentscheidung für die heimische Ware die Transporte verhindern oder zumindest verkürzen, das Klima verbessern, die regionale Wertschöpfung stärken, heimische Arbeitsplätze sichern und die hohen Tierwohl- und Hygienestandards sicherstellen“, ist Schmiedlechner überzeugt und kritisierte vor allem das scheinheilige Vorgehen der Regierung bei diesem Thema: „ÖVP-Bundeskanzler Nehammer und die damalige ÖVP-Ministerin Köstinger haben uns fix versprochen, dass es ab Anfang 2023 eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verpackten, verarbeiteten Lebensmitteln geben wird. Dies wird wohl nicht mehr möglich sein, denn es gibt nämlich bis jetzt noch keine entsprechenden Verordnungen. Obendrein müsste man diese vorher noch der EU zur Notifikation geben. Bei einem abgeschlossenen Begutachtungsverfahren wäre dies umgehend möglich!“, führte Schmiedlechner aus.
„Im schwarz-grünen Regierungsprogramm steht sogar, dass es ab 2021 die Herkunftskennzeichnung geben soll, und zwar für Primärzutaten wie Milch, Fleisch und Eier in der Gemeinschaftsverpflegung! Diese wurde bis jetzt auch nicht umgesetzt.“ Die FPÖ fordert seit Jahren eine lückenlose Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln, die unter anderem folgende Punkte umfassen muss: eine strenge Auslegung der EU-Primärzutatenverordnung, eine Herkunftskennzeichnung jener Produkte, die nur wenig verarbeitet sind (insbesondere für den tierischen Bereich), eine Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Eiern und Milch in Großküchen, ebenso muss es eine bessere Unterstützung für freiwillige Kennzeichnungssysteme geben. Einen Antrag zur Einführung einer umfassenden Herkunftskennzeichnung hat der FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner im Nationalrat eingebracht „Dass die ÖVP und die Grünen kein Interesse an der Umsetzung haben, wurde heute wieder einmal bewiesen. Im Parlament stimmten die Regierungsparteien gegen unseren Antrag und damit gegen die Einführung der Herkunftskennzeichnung!“, so der FPÖ-Agrarsprecher.
Freiheitlicher Parlamentsklub
01/ 40 110 – 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at
http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender