
Tiroler Tageszeitung, Leitartikel, Ausgabe vom 22. November 2022. Von KARIN LEITNER. „Freundschaftsdienst Marke Doskozil“.
Der burgenländische Landeshauptmann stichelt wieder gegen Parteiobfrau Pamela Rendi-Wagner. Einen Beliebtheitswettbewerb hat er initiiert. Er erinnert an jenen von Sebastian Kurz mit Reinhold Mitterlehner.
Hans Peter Doskozil reitet wieder – gegen die Obere(n) der eigenen Partei. Eine Umfrage haben die burgenländischen Roten machen lassen. Nicht nur Themen wie der Mindestlohn wurden abgefragt, sondern auch, wie die Parteien abschnitten, würde nun im Bund gewählt. Eruiert wurde nicht nur, wie es der SPÖ mit Pamela Rendi-Wagner als Spitzenkandidatin erginge, Doskozil hat ebenso checken lassen, wie es mit ihm als Nummer 1 liefe. Schon das eine erneute Spitze gegen die Vorsitzende. An zwei Zeitungen wurden die von Doskozil wohl vorhergesehenen Ergebnisse geliefert: Rendi-Wagner brächte die Partei auf 27 Prozent, er sie auf 32. Die ÖVP, vor allem aber die FPÖ würde er als Frontmann viele Stimmen kosten. Bei Umfragen die „Sonntagsfrage“ hin und wieder „mitlaufen“ zu lassen, sei nicht außergewöhnlich, sagt SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst. Ja, ja, man kennt das von Sebastian Kurz vor der Machtübernahme in der von Reinhold Mitterlehner geführten ÖVP. Quasi ein „Freundschaft!“-Dienst.
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