Tiroler Tageszeitung, Leitartikel, Ausgabe vom 23. November. Von CHRISTIAN JENTSCH. „Helden auf den Straßen und im Stadion.“

Irans mutige junge Helden bieten dem Regime auf den Straßen und auch im Fußballstadion bei der Weltmeisterschaft in Katar die Stirn. Doch die Demonstranten haben mächtige Gegner. Nicht nur im eigenen Land.
Sportlich ging das iranische Fußball-Nationalteam bei der Weltmeisterschaft in Katar im Spiel gegen England als klarer Verlierer vom Platz. Und trotzdem konnten Irans Fußballer mit ihrem stillen Protest gegen das um sich schlagende Regime zuhause die Herzen vieler Fans gewinnen. Beim Abspielen der iranischen Hymne blieben Irans Spieler mit versteinerten Mienen stumm. Irans Staatssender unterbrach daraufhin seine Live-Übertragung. Und auch auf den Rängen im Stadion machten Zuschauer mit Botschaften wie „Frauen, Leben, Freiheit“ auf die Niederschlagung der Proteste in ihrer Heimat aufmerksam. Die Spieler und die Fans bewiesen dabei unglaublichen Mut. Mut, der angesichts der drohenden Konsequenzen für sie selbst und möglicherweise auch für ihre Familien Hochachtung und Bewunderung verdient.

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