Teuerung: Bündnis kritisiert fehlende Unterstützung fürs Gemeinwohl

Richtlinie des Wirtschaftsministeriums hat große Lücken – Trotz massiver Betroffenheit haben viele gemeinnützige Organisationen keine Chance auf einen Energiekostenzuschuss

Das Bündnis für Gemeinnützigkeit kritisiert die gestern veröffentlichte Richtlinie des Wirtschaftsministeriums zum Energiekostenzuschuss für Unternehmen. Darin werden zwar gemeinnützige Organisationen als anspruchsberechtigt angeführt, aber nur sehr wenige Vereine erfüllen die konkreten Kriterien für einen Zuschuss. “Die Richtlinie ist falsch aufgesetzt. Viele gemeinnützige Organisationen haben damit keine Chance auf die Unterstützung, obwohl sie massiv von der Energiekrise und der allgemeinen Teuerung betroffen sind”, kritisiert Bündnis-Geschäftsführer Franz Neunteufl. Er fordert daher einen Teuerungsausgleich-Fonds für alle gemeinnützigen Organisationen. “Gemeinnützige brauchen dringend ein Entlastungspaket, das auf den Sektor zugeschnitten ist”, so Neunteufl. 
“An uns wenden sich immer öfter Organisationen, die den Spagat zwischen Kostensteigerung und gesunkenen Spendeneinnahmen sowie nicht der Teuerung angepassten Förderungen kaum noch schaffen – und das Schlimmste steht uns wohl noch bevor”, warnt der Bündnis-Geschäftsführer. Er erklärt: “Laut unseren Schätzungen haben mehr als 90 Prozent der gemeinnützigen Vereine aktuell keine Chance auf einen Energiekostenzuschuss. Die Richtlinien sind für Gemeinnützige unklar und ungeeignet. Steuerberater sollen über die einzelnen Fälle entscheiden, was besonders für kleine Vereine eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellt.” „Selbst für jene, die Zugang zu diesen Geldern haben, handelt es sich nur um einen Tropfen auf den heißen Stein. Denn der Energiekostenzuschuss ist nicht das richtige Instrument, um Non-Profit-Organisationen zielgerichtet zu helfen”, so Neunteufl.

Alexandra Grabher
Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
+43 677 647 847 87, alexandra.grabher@gemeinnuetzig.at

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