AktionsGemeinschaft: Aus für den Medizin-Master darf nicht Aus für Studierende sein

Studierende dürfen aufgrund mangelnder Qualitätsstandards an der Sigmund-Freud-Privatuniversität (SFU) nicht die Leidtragenden sein.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung (AQ Austria) der SFU die Zulassung für ihren Masterstudiengang Humanmedizin entzieht. Muhammed Durmaz, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft, äußerte sich noch am Vormittag entsetzt: “Dass die Qualitätsstandards der SFU nicht den Mindestanforderungen entsprechen, ist tragisch genug. Dass jedoch noch nicht sichergestellt ist, ob inskribierte Studierende ihr Studium abschließen und später auch als Mediziner:innen arbeiten können, stimmt mich fassungslos.”

PERSPEKTIVE FÜR STUDIERENDE

Was es laut Durmaz’ AktionsGemeinschaft brauche, sei die unbedingte Zusicherung, dass Studierende ihr Masterstudium abschließen und anschließend auch arbeiten könnten. Zudem müsse Bachelor-Studierenden Perspektive geboten werden. “Einerseits müssen Master-Studierende unbedingt ihr Studium abschließen können, denn andernfalls war ihre gesamte Studienzeit umsonst. Andererseits muss , wie die ÖH SFU berechtigt fordert, Bachelor-Studierenden garantiert werden, dass sie nach Abschluss ihres Bachelors reibungslos in ein akkreditiertes Masterstudium übergehen können”, führt Durmaz aus.

RÜCKERSTATTUNG DER STUDIENGEBÜHREN

Betroffenen Studierenden müssten nunmehr sämtliche Studiengebühren rückerstattet werden, sofern sie nach Abschluss des Studiums nicht praktizieren dürfen. “Dafür, dass Studierende für einen Bachelor und Master an der SFU jeweils € 75.000,- hinlegen müssen, der sie unter Umständen nach ihrem Abschluss nicht einmal praktizieren lässt, ist es zu viel verschwendetes Geld. Es ist das Mindeste, Studierenden ihre Studiengebühren zu refundieren, nachdem ihnen die Studienzeit schon nicht zurückgegeben werden kann”, heißt es aus der AG.

Die AktionsGemeinschaft begrüßt, dass es in Österreich Qualitätsstandards gibt, denen zwingend entsprochen werden muss und einschlägige Sanktionsmechanismen existieren. Studierende dürften jedoch nicht die Leidtragenden sein, wenn es Universitäten verabsäumen, den qualitativen Anforderungen gerecht zu werden. Die Entscheidung der AQ Austria respektierend bedarf es seitens der SFU sowie des Bildungsministers unmittelbaren Handlungsbedarfs. “Der Ball ist nun bei SFU und Bildungsminister Polaschek, die umgehend dazu aufgefordert sind, ihren mangelnden Qualitätsstandard  in den Griff zu bekommen und Studierenden eine Perspektive zu bieten”, fordert der Bundesobmann Privatuniversität und Bundesminister abschließend auf.

Die AktionsGemeinschaft ist als größter Verein studentischer Interessenvertretung in Österreich in allen 9 Bundesländern vertreten und stellt seit der ÖH-Wahl 2021 an 15 Hochschulen die Exekutive.

Daniel V. Müller (AktionsGemeinschaft)
+43 677 64512173
daniel.mueller@aktionsgemeinschaft.at
Pressesprecher

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