Neßler/Grüne: Gewalt gegen Frauen hat auch massive Auswirkungen auf Kinder

Budget für Kinderschutzzentren und Familienberatungsstellen wurde aufgestockt

„Wenn wir über Gewalt gegen Frauen sprechen, müssen wir auch die Kinder mitbedenken. Die Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf Kinder sind vielfältig und enorm. Kinder sind direkte Opfer häuslicher Gewalt oder auch stille Zeug:innen, die die Gewalt im Haushalt mitbekommen und in ständiger Angst und unter emotionaler Belastung aufwachsen. Ihre kindliche Welt mit einem Bedarf nach Sicherheit und Geborgenheit wird durch das Erlebte massiv bedroht und kann die psychische und körperliche Entwicklung stark beeinträchtigen“, sagt die Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, Barbara Neßler, zu den Aktionstagen „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“.

Neßler führt die vielfältigen Belastungen, mit der sich familiäre Gewalt auf Kinder auswirkt, weiter aus: „Es wird häufig unterschätzt, dass Kinder natürlich mitbekommen, wenn Mütter oder Geschwister von Gewalt betroffen sind. Kinder sind verzweifelt und fühlen sich mit ihrer Angst und Ohnmacht alleine. Auch wenn sie in manchen Fällen nicht selbst geschlagen werden, leben diese Kinder in einer Atmosphäre der Angst, die auch ihren späteren Umgang mit Gewalt prägt. Wenn Streit, Drohungen, Angst und Schläge den Alltag bestimmen, hinterlässt das Spuren in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Folgen können Schulprobleme, Bettnässen, Essstörungen oder eine verzögerte Sprachentwicklung sein. Genau darum braucht es spezielle Unterstützungsangebote für Kinder. Wir haben das Budget für Kinderschutzzentren um knapp eine Million Euro aufgestockt und für die Familienberatungsstellen um drei Millionen Euro erhöht.“

Neßler spricht abschließend davon, ein einheitliches Gesetz auf Bundesebene zu etablieren, dass Kinder vor Missbrauch und Gewalt schützen soll. Darum brauche es ein Kinderschutzgesetz, das derzeit verhandelt wird: „Wir müssen unsere Kinder vor Gewalt schützen, egal ob es um sexualisierte, physische oder psychische Gewalt geht. Daher arbeiten wir seit Monaten intensiv an einer Einigung mit dem Koalitionspartner zum Thema Kinderschutz und Gewaltprävention.“

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