Gewerbe und Handwerk: Energiepreisdeckel für Österreichs KMU ist Existenzfrage für viele Betriebe!

Scheichelbauer-Schuster sieht eklatante Wettbewerbsnachteile durch deutsche Strom- und Gaspreisbremse – Österreichs Zulieferer und Exportbetriebe bleiben auf der Strecke.

Die Uhr tickt, die Zeit arbeitet gegen die rund 230.000 Unternehmen im Gewerbe und Handwerk in Österreich. „Die Explosion der Energiekosten ist derzeit die mit Abstand größte Bedrohung für unsere überwiegend klein- und mittelständischen Betriebe“, sagt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „79 Prozent unserer Unternehmen geben an, dass die hohen Energiepreise die aktuell größte Herausforderung sind.“ 

Da sich auf EU-Ebene weiterhin keine effektive Lösung abzeichnet, müsse rasch ein Kostendeckel für Österreich kommen.  „Das muss unmittelbar passieren, denn es fehlt den Unternehmen jegliche Planungssicherheit“, so Scheichelbauer-Schuster. Auf Basis dieser enormen Preisschwankungen ist es extrem schwierig und risikoreich zu kalkulieren und Angebote zu erstellen.  

„Spätestens mit Anfang 2023 werden auch jene Betriebe von den exorbitant gestiegenen Energiekosten betroffen sein, die dank langfristiger Verträge bisher noch verschont geblieben sind. Diese Kosten können sie unmöglich auf die Kundinnen und Kunden abwälzen, das ist nicht darstellbar“, warnt Scheichelbauer-Schuster.  

Es stehen vielfach Betriebsschließungen im Raum, um nicht durch dauerhafte Verluste in Unternehmenskonkurse zu schlittern. Von langer Hand geplante Betriebsübergaben werden wieder abgeblasen, weil Jungunternehmer:innen die unkalkulierbaren Risiken nicht tragen können. All das schädigt den Wirtschaftsstandort Österreich schwer und nachhaltig. 

Deutschland zeigt mit seiner Strom- und Gaspreisbremse vor, wie auf nationaler Ebene ein kalkulierbares Preisumfeld geschaffen werden kann. Das erhöht freilich den Druck auf Österreichs Gewerbe und Handwerk. „Viele unserer Betriebe sind Zulieferer für deutsche Exporteure oder exportieren selbst. Mit den anhaltend höheren Energiekosten können sie im Wettbewerb nicht bestehen und verlieren enorm viele Aufträge“, betont Scheichelbauer-Schuster. „Wir brauchen deshalb Klarheit, und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Und es muss eine einfache Lösung sein: Ohne Antrag, ohne komplizierte Berechnungen, ohne hohe Beraterkosten.“ (PWK503/HSP)

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