Gemeinsam für Kärntens Arbeitnehmer:innen! Bericht zum Arbeitnehmerförderungsbeirat 2018 – 2022

5,4 Mio. Euro beträgt das jährliche ANF-Budget – ANF-Maßnahmen reichen vom Fahrtkostenzuschuss über Weiterbildung bis zur investiven Lehrwerkstättenförderung.

Der Kärntner Arbeitnehmerförderungsbeirat (ANF-Beirat) berät die Landesregierung in Angelegenheiten der Arbeitnehmerinteressen, insbesondere bei Problemen der Berufspendler sowie bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung der Kärntner Arbeitnehmer. „In den vergangenen fünf Jahren konnten gemeinsam zahlreiche Verbesserungen für die in Kärnten lebenden Arbeitskräfte erreicht werden. Ich möchte mich bei den Mitgliedern des Beirates für die engagierte Beratungs- und Unterstützungsfunktion herzlich bedanken, ohne die ein derart gezielter, auf die Bedarfe und Bedürfnisse der Gesellschaft abgestimmter Einsatz des jährlichen Budgetvolumens von ca. 5,4 Millionen Euro nicht möglich wäre“, dankt Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig im Anschluss an den ANF-Beirat und weiter: „Besonders freut es mich mitteilen zu dürfen, dass die vorzeitige Auszahlung des Fahrtkostenzuschusses für den öffentlichen Verkehr, die 2022 als teuerungsbedingte Unterstützungsinitiative zur Entlastung eingeführt wurde, für 2023 verlängert wird.“ 

RUND 9 MILLIONEN EURO AN FAHRTKOSTENZUSCHÜSSEN AUSBEZAHLT

In den vergangenen fünf Jahren wurden 8,89 Millionen Euro an Fahrtkosten für Kärntens Pendler ausbezahlt. Seit 2018 wurden insgesamt 68.546 Anträge für Fahrtkostenzuschüssen in der Arbeitnehmerförderungsstelle in der Arbeiterkammer Kärnten eingebracht und bearbeitet.

Das sind durchschnittlich 13.709 Anträge pro Jahr. 2,7 Millionen Euro wurden für Tickets des öffentlichen Verkehrs ausbezahlt. „Im Durchschnitt erhielt jede Antragstellerin bzw. jeder Antragsteller 120 Euro für den Individualverkehr, also für die Fahrt mit dem Auto. Im öffentlichen Verkehr wurden durchschnittlich 690 Euro ausbezahlt – der Trend geht in Richtung öffentlichen Verkehr, der bis zu 100 Prozent gefördert wird“, so die Vorsitzende des ANF-Beirats, Irene Hochstetter-Lackner und macht auf einen wichtigen Punkt  aufmerksam: „Unsere Berichte zeigen, dass die Förderungen eine hohe Treffsicherheit für Arbeitnehmer haben, die eine Unterstützung benötigen. Die Teuerungswelle bei Mobilität trifft diese Menschen besonders“. 

„Der Fahrtkostenzuschuss ist eine wichtige Unterstützung für Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denn jeder zweite muss aufgrund der Topografie und der frühen Arbeitszeiten zur Arbeit mit dem Auto pendeln“, bekräftigt AK-Präsident Günther Goach und betont: „Die aufgrund der Teuerung eingeführte Unterstützungsinitiative zur Entlastung der Pendlerinnen und Pendler wird 2023 schlagend“. 

FÖRDERUNG FÜR WEITERBILDUNG ANGEHOBEN

Im ANF-Beirat wie auch im Bereich des Territorialen Beschäftigungspaktes für Kärnten (TEP) ermöglichen Austausch und Zusammenarbeit effiziente Fördermaßnahmen, die auf kurzem Wege bedarfsorientiert zum Einsatz gelangen. So wurde beispielsweise nach Ausbruch der Coronapandemie die Weiterbildungsförderung für Personen, die länger als drei Monate in Kurzarbeit waren, von 25 auf 75 Prozent der Kurskosten angehoben. „Dadurch haben wir erreicht, dass Menschen, die aufgrund der Kurzarbeit verstärkt ihre Zeit für Weiterbildungen nutzen, sich diese auch leisten können“, betont Schaunig. Für Lehrlinge, Personen bis zum 25. Lebensjahr, Wiedereinsteiger sowie Personen über 50 Jahre gilt mittlerweile ebenso eine Förderung der Kurs- und Prüfungskosten in Höhe von 75 Prozent. „Darüber hinaus zählen Weiterbildungen im Pflegebereich, die über 100 Stunden umfassen, wie Werkmeister-, Meister- und Befähigungsprüfungen oder die Berufsreifeprüfung, zu den Maßnahmenschwerpunkten mit einem Förderquotienten von 50 Prozent“, erklärt die Arbeitsmarktreferentin. 

QUALITÄTSSTANDARD VON LEHRLINGEN DURCH ZWISCHENBETRIEBLICHE LEHRWERKSTÄTTEN ANHEBEN

Auch die qualitative Absicherung der Lehrlingsausbildung liegt dem Beirat am Herzen. Neben der Förderung der Teilnahme an nationalen und internationalen Berufswettbewerben, die es seit 2020 gibt, werden investive Maßnahmen in betriebliche Lehrwerkstätten, die Entsendung von Lehrlingen in zwischenbetriebliche Lehrwerkstätten für Klein- und Mittelbetriebe (KMU), betriebliche Fremdsprachenausbildung sowie die Maßnahme „Lehre mit Matura“ gefördert. „Damit kann der Qualitätsstandard der Lehre nachhaltig angehoben werden, um den Kärntner Fachkräftenachwuchs der Zukunft auf die kommenden Herausforderungen bestmöglich vorzubereiten und entsprechend zu qualifizieren“, so Schaunig und Hochstetter-Lackner unisono. 

Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Helfried Fasser
050 477 – 2403
h.fasser@akktn.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender

Das könnte dir auch gefallen
%d Bloggern gefällt das: