SPÖ-Holzleitner fordert unverzüglich Aktionsplan zu Endometriose

10 bis 15 Prozent aller Frauen davon betroffen

„Von Endometriose Betroffene müssen besser unterstützt und diese Erkrankung einer breiteren Öffentlichkeit bekannter gemacht werden. Wir brauchen sofort einen Aktionsplan zu Endometriose, damit Frauen nicht mehr im Stillen leiden müssen“, forderte SPÖ-Frauensprecherin Eva-Maria Holzleitner am Mittwoch im Anschluss an die Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses. Datenerhebungen, wie sie heute im Ausschuss beschlossen wurden, sind zu begrüßen, es müssen aber auch unverzüglich Taten gesetzt werden. ****

Endometriose ist eine noch eher unbekannte und doch sehr häufige gynäkologische Erkrankung, von der ungefähr 10 bis 15 Prozent aller Frauen zwischen der ersten Regelblutung und den Wechseljahren betroffen sind. In Österreich sind das zwischen 120.000 und 300.000 Frauen. Die Dunkelziffer ist hoch, da es aufgrund der unspezifischen Symptome durchschnittlich sieben bis neun Jahre bis zur Diagnose dauert. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, kann sie gut behandelt werden.

Die Regierungsparteien haben kürzlich einen Antrag im Gleichbehandlungsausschuss eingebracht, eine Datenerhebung zur Mädchen-, Frauen- und Menstruationsgesundheit durchzuführen, der heute beschlossen wurde. Danach soll es Handlungsempfehlungen zu Verbesserungsmöglichkeiten geben. „Das ist gut und unterstützenswert, dauert uns als SPÖ aber zu lange – wir fordern bis spätestens Ende 2023 einen Aktionsplan explizit zum Thema Endometriose“, so Holzleitner. Von der ÖVP und den Grünen wurde dieser wichtige Antrag vertagt. Ähnliche Aktionspläne sind in Ländern wie Frankreich oder Australien bereits verabschiedet und in Umsetzung.

Auch andere Vorhaben wie die Weiterentwicklung von Gender Budgeting oder eine rasche Umsetzung der „Women on Boards“-Richtlinie wurden durch Vertagungen der Regierungsfraktionen vom Tisch gewischt. „Es braucht mehr Mut und aktiveres Handeln in der Gleichstellungspolitik der Regierung. Österreich kommt nur schleppend voran, wenn es darum geht, Frauen im Erwerbsleben, in der Gesundheitsvorsorge und bei der unbezahlten Arbeit zu unterstützen“, so Holzleitner. (Schluss) pp/bj

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