
Zangerl: „Strompreisbremse lässt Mehrwertsteuer unberücksichtigt!“
BAK-Vizepräsident Erwin Zangerl übt Kritik an Berechnungsmodus bei der Strompreisbremse.
_Die ab heute gültige Strompreisbremse wurde so angekündigt, dass der Strompreis mit 10 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt wird. Faktisch bleibt der Konsument aber auf deutlich höheren Kosten sitzen, da die Mehrwertsteuer auf den vollen Betrag zu zahlen ist. Damit holt sich der Staat einen Teil der Strompreisbremse über die Mehrwertsteuer zurück. Auch ob die Strompreisbremse sofort greift, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. „Die Bundesregierung muss hier Klarheit schaffen, mir ist unverständlich, warum jede Hilfsmaßnahme auf Krücken daherkommt und nachgebessert werden muss“, betont Tirols AK Präsident. Ebenso kritisiert Zangerl die Explosion bei den Netzgebühren im kommenden Jahr._
Die Strompreisbremse, die eigentlich zum Ziel hat, die Stromrechnung der Haushalte zu einem gewissen Teil zu subventionieren, subventioniert gleichzeitig auch den Staat, kritisiert AK Präsident Erwin Zangerl. Und zwar über die Mehrwertsteuer:
Beträgt der Strom-Arbeitspreis des Stromlieferanten beispielsweise 30 Cent netto pro kWh, wird jener Teil des Preises, der 10 Cent pro kWh übersteigt (also 20 Cent pro kWh) vom Staat als Stromkostenzuschuss übernommen. Aus Sicht der AK Tirol sollte dem Kunden allerdings ein Preis von 10 Cent pro kWh übrigbleiben, auf den dann die Mehrwertsteuer (MwSt.) von 20 % zu zahlen ist, was einen Strompreis von 12 Cent pro kWh ergibt. Zumindest wurde regelmäßig kolportiert, dass der Strompreis bis Ende 2024 auf 10 Cent „eingefroren“ werden soll.
Tatsächlich wird die Strompreisbremse aber wie der Energiekostengutschein abgewickelt: Der Energieanbieter erstellt seine Stromrechnung in voller Höhe inklusive Mehrwertsteuer und zieht erst im Anschluss vom Bruttobetrag den Stromkostenzuschuss, im genannten Fall 20 Cent pro kWh, ab. Die Rechnung des Energieanbieters lautet daher 30 Cent pro kWh + 20 % Umsatzsteuer (USt.), also
AK Tirol Öffentlichkeitsarbeit
Armin Muigg
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