
PK: Erde Brennt fordert Dialog mit Rektorat der Uni Wien
Die Universität soll ein Ort der Lehre mit Zukunft werden
Erde Brennt fordert in einer Pressekonferenz am 5.12.2022 einen Dialog mit dem Rektorat der Universität Wien. Bis heute war dieses nicht zu einem Gespräch über die universitätsbezogenen Forderungen der Bewegung bereit. Gemeinsam mit Vertreter_innen des Mittelbaus, Besetzer_innen von Erde Brennt Boku und Salzburg, der ÖH der Universität Wien und Professor_innen wollen die Studierenden die Universität zu einem Ort der Lehre mit Zukunft machen.
“Erde Brennt hat direkte Forderungen an die Universität, wie verpflichtende Klimabildung in allen Studiengängen, Mitbestimmung im Lehrplan und den Abbau von sozialen Hürden im Studium. Wir haben mehrere Male versucht, in einen Dialog mit dem Rektorat zu treten, aber das Rektorat blockt nur ab. Das ist inakzeptabel!”, so Bruno Sanzenbacher, Sprecher_invon Erde Brennt Uni Wien.
“Wir als Unterbau sind als große Mehrheit der universitären Beschäftigten direkt von den prekären Bildungs- und Anstellungsverhältnissen betroffen. Durch Kettenverträge und den § 109 der UG-Novelle ist das Arbeiten im akademischen Bereich mit großen Hürden verbunden. Prekäre Bedingungen erschweren oder verunmöglichen sogar sowohl das Studieren als auch das Arbeiten an der Universität. Deswegen ist es uns wichtig, mit Erde Brennt solidarisch für eine gerechte Universität mit Zukunft zu kämpfen. Dazu wird es auch Arbeitskampfmaßnahmen brauchen – von der Demo am 6.12. bis zu möglichen gemeinsamen Streikmaßnahmen im Bildungsbereich”, sagt Sebastian Kugler von Unterbau Uni Wien, einer Initiative prekarisierter Universitätsmitarbeiter_innen.
“Als Erde Brennt Boku solidarisieren wir uns mit den Studierenden der Universität Wien. Wie sehen uns als Teil eines breiten Protests. Am dritten Tag unserer Besetzung der Universität für Bodenkultur hatten wir ein Gespräch mit dem Rektorat. So konnten wir einen wichtigen Dialog darüber eröffnen, wie wir als Universität gemeinsam an einer nachhaltigen Transformation arbeiten. Das Rektorat der Boku steht hinter unseren Bemühungen, uns aktiv für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen und diese mitzugestalten. Uns ist nicht klar, warum die Uni Wien das nicht tut.”, meint Lara Chommakh, Sprecherin von Erde Brennt Boku.
“Auch als Erde Brennt Salzburg stehen wir schon in Kontakt mit dem Rektorat. Universitätsleitungen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen, in Dialog mit Erde Brennt treten und gemeinsam mit uns nach Lösungen suchen“, ergänzt Rosa von Erde Brennt Salzburg.
“Als ÖH Uni Wien unterstützen wir den Protest von Erde Brennt. Außerdem finden wir es wichtig, dass das Rektorat das Gespräch mit den Besetzer_innen sucht. Dass besetzte Hörsäle Präsenzlehrveranstaltungen verhindert, ist für viele Besetzer_innen momentan kein Argument, da es einige Räume gibt, die leer stehen.”, so Jessica Gasior und Toma Khandour, Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.
„Als Professor und Biodiversitätsforscher an der Universität Wien unterstütze ich vollinhaltlich die Forderungen von Erde Brennt zu einem raschen Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Universitäten tragen hier eine besondere Verantwortung, und müssen mutig voranschreiten – in Forschung und Lehre. Die Universität Wien hat hier wichtige Schritte schon gesetzt, aber viel mehr ist möglich und nötig. Wie andere Universitäten im deutschsprachigen Raum sollte die Universität Wien der Nature Positive Universities-Initiative beitreten.”, so Franz Essl, Professor für Biodiversität.
Gemeinsam will man weiter solidarisch für eine klimagerechte Universität für alle kämpfen. Und das ist erst der Anfang: Die Bewegung wächst, an immer mehr Hochschulen werden Studierende aktiv.
Fotos von der Konferenz: https://flic.kr/s/aHBqjAhQfd
Bruno Sanzenbacher
wien@erdebrennt.at
0681 20881540
ÖH Uni Wien – Referat für Öffentlichkeitsarbeit
+43 (0) 676 90 25 332
presse@oeh.univie.ac.at
http://www.oeh.univie.ac.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender