
Berufsbildung: Sackgasse oder Schlüssel zum Erfolg?
BERUFSBILDUNG IST EIN WICHTIGER HEBEL, UM BESCHÄFTIGUNG, EIN FAIRES EINKOMMEN UND DAMIT GUTE LEBENSBEDINGUNGEN ZU ERREICHEN. DIE ÖSTERREICHISCHE ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT UNTERSTÜTZT LÄNDER DES GLOBALEN SÜDENS DABEI, IHRE BILDUNGSSYSTEME AUF BESSERE BEINE ZU STELLEN. DIE AKTUELLE AUSGABE DER „WELTNACHRICHTEN“ SETZT SICH MIT BERUFSBILDUNG VON KOSOVO BIS NACH BURKINA FASO AUSEINANDER. DAS MAGAZIN ZEIGT AUF, WAS ES BRAUCHT, DAMIT BERUFSBILDUNG IN BESSERE LEBENSBEDINGUNGEN FÜR MEHR MENSCHEN MÜNDET.
Das österreichische Beispiel der dualen Berufsbildung stößt international auf wachsendes Interesse. Die Vorteile: Unternehmen können den eigenen Fachkräftenachwuchs so ausbilden, wie sie ihn brauchen. Jugendliche sammeln praktische Erfahrung direkt im Betrieb und machen sich mit modernen Technologien vertraut. Auch im Globalen Süden kann dieses Erfolgsmodell einen wertvollen Beitrag leisten – aber es braucht bestimmte Voraussetzungen, damit diese Form der Ausbildung jungen Menschen auch tatsächlich einen Job verschafft. Denn wo Berufsbildung nicht den Anforderungen der Arbeitswelt entspricht, unterfinanziert ist oder keinen formal anerkannten Abschluss ermöglicht, ist dieser Bildungsweg nicht automatisch der Schlüssel zum Erfolg.
POTENZIALE UND GRENZEN
Die aktuelle Ausgabe der „Weltnachrichten“, des Magazins der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, zeigt deutlich: Berufsbildung allein schafft keine Jobs. Besonders in afrikanischen Ländern hat sich theorielastige Ausbildung an den Anforderungen der Arbeitswelt vorbei entwickelt. Traditionelle Lehrlingssysteme bringen keine formal anerkannten Abschlüsse. Zusätzlich verfügt die Berufsbildung im Globalen Süden über zu wenig finanzielle Mittel – zum Beispiel für Lehrausstattung – und geringes Ansehen. Bis heute gilt sie als Bildungsweg zweiter Klasse.
Die „Weltnachrichten“ zeigen aber auch Auswege aus diesem Dilemma: So braucht es eine enge Abstimmung mit der lokalen Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Es braucht eine bessere Durchlässigkeit zu höherer Bildung, politische und finanzielle Prioritätensetzung sowie den Dialog zwischen Regierung, Privatwirtschaft und den Vertretungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, treffen praxisnah ausgebildete Arbeitskräfte auf die Nachfrage von Unternehmen. Dann kann Berufsbildung zu besseren Lebensbedingungen für Menschen im Globalen Süden führen.
Impulse aus Österreich für Westafrika
Austrian Development Agency (ADA),
die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Mag. Katharina Schreiber
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katharina.schreiber@ada.gv.at
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