
„Thema“ über den schwierigen Umgang mit Gewalttätern
Außerdem 16. Jänner um 21.10 Uhr in ORF 2: Generation Teilzeit – Geld oder Freiheit?
Wien (OTS) – Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 16. Jänner 2023, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Bitteres Ende – über den schwierigen Umgang mit Gewalttätern
In den ersten Tagen des Jahres werden in Wien ein 74 Jahre alter Apotheker und eine 31-jährige Mutter in ihren Häusern getötet. Der mutmaßliche Täter ist der 50-jährige Andrzej M. Über den Polen gibt es in Deutschland 23 polizeiliche Vormerkungen wegen Diebstahls, Nötigung, Tierquälerei und Raubes. 2020 dürfte er nach Österreich gekommen sein und lebte als Obdachloser in Wien. Seit August des Vorjahres existiert ein Haftbefehl gegen ihn. In Linz versucht ein Mann aus dem Irak aus Eifersucht seine Frau zu erstechen, fährt zwei Polizisten mit dem Auto nieder und bedroht Menschen mit einer Langfeuerwaffe. Erst im Sommer des Vorjahres erhielt er wegen gefährlicher Drohung gegen seine Frau von der Polizei ein Annäherungs- und Betretungsverbot. Er musste eine Gewaltpräventionsberatung absolvieren. Es stellt sich die Frage, wieso Personen, die bereits wegen mehrerer Gewaltdelikte aufgefallen sind, weitere Taten begehen können – bis hin zum Mord. Andrea Poschmaier, Oliver Rubenthaler und Michaela Rädler haben für „Thema“ nach Erklärungen gesucht.
Generation Teilzeit: Geld oder Freiheit?
Noch nie haben Menschen in Österreich im Durchschnitt so wenig gearbeitet wie heute, die Arbeitslosigkeit war aber schon lange nicht so niedrig wie zuletzt. Sie lag im Dezember bei 7,4 Prozent. Vor allem die jüngere Generation möchte nicht mehr so leben und arbeiten, wie es noch ihre Eltern oder Großeltern getan haben. In einer teils heftig geführten Debatte werden sie deshalb als „Generation Teilzeit“ oder als „Freizeitfetischisten“ bezeichnet. Sich heute abzurackern, um später in der Pension ein schönes Leben führen zu können, ist für immer mehr junge Menschen kein erstrebenswertes Lebensmodell mehr. Lena Marie Glaser, Regina Hochecker und Thomas Hadinger haben ihre alten und gutbezahlten Jobs gekündigt und gehen heute neue Wege, während die Kärntner Familie Urschitz nach einem entbehrungsreichen Leben ihre Pension genießt. Warum wollen junge Menschen heute weniger arbeiten? Kann es sein, dass – im Gegensatz zu früher – heute eine ganze Generation keine Lust mehr auf Leistung hat? Oder lohnt sich Leistung womöglich gar nicht mehr? Oliver Rubenthaler hat für „Thema“ mit Aussteigerinnen und Aussteigern, Pensionistinnen und Pensionisten sowie mit Fachleuten gesprochen.
Körperkult Bodybuilding
„Es ist ein Körperkult. Es fühlt sich einfach besser an, als dünn und zerbrechlich zu sein“, erzählt Bodybuilderin Mary Zovko aus Wien. Doch wenn sich die „Muskelberge“ auf Wettkämpfe vorbereiten, sind sie genau das: zerbrechlich. Monatelang hungern sie, oft bis zum Umfallen. Bodybuilder und Geschäftsmann Andreas Pürzel: „Du stirbst bei der Wettkampfdiät, der Körper steht kurz vorm Verhungern.“ Manche verlieren tatsächlich ihr Leben, weil sie Steroide einnehmen, also hormonelle Ergänzungen, um noch mehr Muskelreserven zu erschließen. Andreas Pürzel versucht hier Aufklärung zu schaffen. Und er versucht, vom Vorurteil der dümmlichen Kolosse wegzukommen. Leon Hoffmann-Ostenhof hat für „Thema“ Bodybuilder/innen begleitet.
http://presse.ORF.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender