Tiroler Tageszeitung, Leitartikel vom 17. Februar 2023. Von Peter Nindler: „Hopp oder dropp bei Transparenz“.

In den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob die schwarz-rote Landesregierung in alte großkoalitionäre Muster zurückfällt oder Mut zu Klarheit und Transparenz hat. Die Neue Heimat und die Lebensraum Holding sind Wegweiser dafür.
Eines hat die Debatte über die Corona-Förderungen für gemeinnützige Institutionen jedenfalls ausgelöst: Es wird über Transparenz, die Millionen-Verteilung nach dem Gießkannenprinzip, die Sinnhaftigkeit einzelner Unterstützungen und über Vereine im langen Schatten von Parteien diskutiert. Der Tiroler ÖVP-Bauernbund sieht seine 120 Vereine zwar nach wie vor als Opfer, weil sie mehr als 800.000 Euro zurückzahlen müssen. Gleichzeitig kommt es mit den angekündigten Statutenänderungen zu einer klaren Trennung von den ÖVP-Bauern. Was an der Basis der Jungbauern/Landjugend vielfach längst gelebt und lediglich von einigen übereifrigen Funktionären „schwarz“ gefärbt wird, erhält jetzt endlich den Stempel der Unabhängigkeit. Lieber spät als gar nicht.

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