Grüne begrüßen Zeichen der Annäherung zwischen Serbien und Kosovo

Ernst-Dziedzic: Friedliche Zukunft liegt in einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe

„Serbien bewegt sich. Und zwar in Richtung Nachbarstaat Kosovo. Zum ersten Mal rückt das Land auf massiven Druck des Westens hin und gemäß einem deutsch-französischen Plan offiziell von seiner internationalen Blockadehaltung gegenüber dem Kosovo ab. Dieser Schritt ist in seiner Tragweite nicht zu unterschätzen und sehr begrüßenswert“, sagt die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, zu den jüngsten Aussagen des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, der eine Normalisierung des Verhältnisses zum Kosovo angedeutet hat. Demnach würde Serbien damit aufhören, die Mitgliedschaft des Kosovo in internationalen Organisationen zu blockieren.

„Unser Ziel ist es, mit Serbien und dem Kosovo im institutionalisierten Rahmen der multilateralen Zusammenarbeit gleichermaßen in einen direkten und völkerrechtsbasierten Austausch zu treten. Ich bin überzeugt davon, dass die Zukunft beider Länder in Europa liegt. Eine friedliche Annäherung ist dabei nicht nur in unserem Sinne, sondern kommt vor allem der serbischen und kosovarischen Bevölkerung zugute“, sagt Ernst-Dziedzic. Auch aus geo- und sicherheitspolitischer Sicht wäre die Annährung aus Sicht der Nationalratsabgeordneten ein großer Fortschritt. Eine nachhaltige Befriedung der Region würde nämlich den Unruhestifter Russland ausbremsen, das sich Serbien traditionell als Einfallstor auf dem Balkan zu Nutze macht. Außenpolitisch sei es wichtig, beiden Staaten in internationalen Gremien auf Augenhöhe zu begegnen.

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