
ORF-„WELTjournal“-Reporterin Vanessa Böttcher berichtet über das Chaos nach dem Erdbeben in der Türkei und Syrien
Am 15. Februar um 22.30 Uhr in ORF 2: danach im „WELTjournal +“: „Aleppo – Helfende Helden“
Wien (OTS) – Mehr als 35.000 Todesopfer und Zigtausende Verletzte. Eine Woche nach dem Erdbeben in der Türkei und Syrien, das eines der schlimmsten in der Region seit 100 Jahren war, werden kaum noch Überlebende geborgen. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 15. Februar 2023, um 22.30 Uhr in ORF 2 Vanessa Böttchers Reportage „Türkei und Syrien – Chaos nach dem Erdbeben“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Aleppo – Helfende Helden“.
WELTjournal: „Türkei und Syrien – Chaos nach dem Erdbeben“
Laut Schätzungen der UNO könnte die Opferzahl auf mehr als 50.000 steigen. Während viele der Überlebenden bei eisiger Kälte noch immer ohne Dach über dem Kopf ausharren, werden die Vorwürfe gegen die türkische Regierung immer lauter: Einerseits sei die Hilfe viel zu spät angelaufen und andererseits haben Korruption und Betrug dazu geführt, dass Tausende Häuser nicht nach den Erdbeben-Vorschriften gebaut wurden und jetzt eingestürzt sind. „WELTjournal“-Reporterin Vanessa Böttcher hat im Katastrophengebiet Rettungstrupps begleitet und miterlebt, wie schwierig es ist, Hilfe zu leisten, wenn nichts mehr funktioniert. Und sie hat Menschen wie Mohammet getroffen, einen freiwilligen Helfer aus Izmit, der schon beim großen Erdbeben 1999 viele Verwandte verloren hatte. Und sie hat in der komplett zerstörten Stadt Antakya – in der Region Hatay – mit Toriya gesprochen, einem jungen Mädchen, das vor Jahren vor dem Krieg in Syrien geflohen ist und jetzt zum zweiten Mal alles verloren hat. Während in der Türkei wenigstens Hilfe eingetroffen ist, kommt für die Menschen im vom Krieg bereits schwer zerstörten Syrien bis heute kaum internationale Unterstützung an. Die Einfuhr von Hilfsgütern gestaltet sich vor allem so schwierig, weil die Gebiete in Nordwest-Syrien von verschiedensten politischen Gruppierungen kontrolliert werden.
WELTjournal +: „Aleppo – Helfende Helden“
Im Erdbebengebiet in Syrien sind die sogenannten „Weißhelme“ eines der wenigen Rettungsteams, die Hilfe leisten können: Freiwillige, die schon während des Krieges ihre Berufe oder ihr Studium aufgegeben haben, um Menschen nach Bombenangriffen aus dem Schutt zu holen. Seit die Stadt Aleppo wieder von Assads Truppen kontrolliert wird, sind die „Weißhelme“ nach dem Erdbeben jetzt in den Rebellen-Gebieten Nordwest-Syriens im Einsatz. Sie helfen dort, wo bisher kaum internationale Rettungsteams angekommen sind. „WELTjournal +“ zeigt ein preisgekröntes Zeitdokument aus dem Jahr 2017: Aleppos schwierigste Monate am Höhepunkt der Kämpfe, aufgerieben durch ständige Bombardements von Assads Luftwaffe. Das Filmteam hat eine Gruppe von Weißhelmen über Monate bei ihrer Arbeit begleitet – u. a. Khaled und Mahmoud und ihre Familien und Überlebende, die sie gerettet haben. Die „Weißhelme“ wurden 2016 mit dem alternativen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
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