„dokFilm“ zum 90. Geburtstag von Yoko Ono: Porträt „John & Yoko: Above us only sky“ am 19. Februar

Über die kreative Symbiose zweier besonderer Menschen und die Entstehung des Welthits „Imagine“ – um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – 1971 schrieben und produzierten John Lennon und Yoko Ono mit „Imagine“ eine Friedenshymne, eine musikalische Ikone und den meistverkauften Song in Lennons Solokarriere. Michael Epsteins Dokumentation „John & Yoko: Above us only sky“, der anlässlich des 90. Geburtstags von Ono (am 18. Februar) im „dokFilm“ am Sonntag, dem 19. Februar 2023, um 23.05 Uhr in ORF 2 zu sehen ist, rekonstruiert den Entstehungsprozesses von „Imagine“ in Lennons Aufnahmestudio in seinem gregorianischen Anwesen Tittenhurst Park in Ascot. In der Dokumentation lernt man Yoko Ono als mutige Kunstpionierin kennen, die den Rassismus, dem sie in Europa und in den USA ausgesetzt war, stets mit stoischer Miene quittierte. Der 2018 entstandene Film enthält zahlreiche zuvor unveröffentlichte Archivaufnahmen und erzählt von der engen Verflochtenheit von Liebe, Kunst und Politik, von der kreativen Symbiose zweier Menschen, aber auch von der Begegnung zwischen Ost und West. Zu Wort kommen neben Yoko Ono u. a. John Lennons Sohn Julian Lennon, Schlagzeuger Alan White und Bassist Klaus Voormann.

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1971: Die Welt hat den „Beatles“ noch nicht vergeben, dass sie auseinander gingen und Yoko Ono war bereits das Stigma der Bandzerstörerin aufgebrannt. Das Paar Lennon-Ono hat sich auf sein eben erworbenes 99 Hektar umfassendes Anwesen zurückgezogen. Man gibt sich weltenflüchtig bei kleinen Touren im Ruderboot auf dem künstlich angelegten Teich oder Zeitung lesend im Bett, aber auch surreale Rollenspiele für einen Experimentalfilm einübend – fernab des lärmenden London oder der kreischenden Fans. Und auch weit weg von Paul McCartney, mit dem John Lennon in Form von Songs hitzige Schlagabtäusche ausficht. Ein neues Album ist im Entstehen, das später den Titel „Imagine“ tragen wird. Darauf findet sich auch das an McCartney gerichtete Schmäh-Lied „How Do You Sleep“. Der legendäre Produzent Phil Spector ist mit an Bord – und auch George Harrison. „Imagine“ ist ein utopisches Friedensmanifest, das nichts von seiner Gültigkeit verloren hat – man solle sich nur nicht von seiner einschmeichelnden Melodie in die Irre führen lassen: „Erkennt den radikalen Ansatz des Songs und dessen dauerhaft anhaltende Relevanz für eine neue Generation“, forderte John Lennon. Und Yoko Ono sagte:
„Ich glaube, es war Schicksal, dass John und ich uns trafen und diesen Song zusammen schufen.“ Apropos: Lange wurde Ono die Mit-Autorenschaft an dem Lied streitig gemacht. Erst später bekannte Lennon, er habe sich von dem Gedichtband „Grapefruit“ seiner Ehefrau inspirieren lassen, er sei damals nur zu sehr Macho gewesen, dies auch bei den Namensnennungen einzuräumen.

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