Wölbitsch ad Wien Energie: Mangelhafte Aufklärung zieht sich weiter

Befragung von Strebl offenbart neuerlich zahlreiche Widersprüche – Weiterhin unklar, warum gesamte Produktion verkauft werden musste

Wien (OTS) – „Auch in der zweiten Befragung des heutigen Tages in Bezug auf den Geschäftsführer der Wien Energie Michael Strebl konnten sich – wie bereits zuvor bei Peter Weinelt – zahlreiche Widersprüche nicht aufklären lassen. Die mangelnde Aufklärung dieses Skandals setzt sich weiter fort“, so Klubobmann Markus Wölbitsch angesichts der heutigen Befragungen in der Sitzung der U-Kommission zum SPÖ-Finanzskandal.

Widersprüche bleiben – Kein Notfall

So seien auch in diesem Fall zahlreiche Widersprüche ungelöst geblieben bzw. wurde wieder sehr viel „Prosa“ betrieben, um von den wahren Verwerfungen abzulenken. So habe Strebl ausgesagt, dass die Wien Energie im Juli 2022 einen Akutbedarf von 1,4 Mrd. Euro berechnet habe. Dieser sei jedoch erst am 13.Juli 2022 den Stadtwerken übermittelt worden. Und das, obwohl bereits zwischen dem 5. und 7. Juli der konkrete Finanzbedarf im Ausmaß von 2 Mrd. Euro von Krajcsir und Weinelt definiert wurde und die Stadtwerke zwischen dem 11. und 12. Juli bereits den Antragsentwurf an die MA 5 übermittelt haben.

Die Wahrnehmungen und Erzählungen passen schlichtweg nicht zueinander und erwecken somit den Eindruck, dass hier etwas verschleiert werden soll. Auch der Markt habe es bekanntlich nicht so dramatisch gesehen wie die handelnden Personen, da es keine Aufforderung zu Nachzahlungen wie im August gab. Ebenso sei weiterhin seitens Strebl nicht aufgeklärt worden, warum die gesamte Produktion der Wien Energie verkauft wurde.

„Es kann nicht sein, dass Vertuschung und Nebelgranaten weiterhin an der Tagesordnung stehen. Die Aufklärung dieser Causa muss endlich im Mittelpunkt stehen“, so Wölbitsch abschließend.

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