
Lilly Axster erhält den Christine-Nöstlinger-Preis 2023
Der von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert
Der 2023 zum dritten Mal vergebene Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geht an die Autorin Lilly Axster. Der von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 2021 jährlich verliehen, wobei eine Jury die Preisträgerin oder den Preisträger nominiert.
„In ihren Büchern nimmt Lilly Axster Kinder und Jugendliche in dem Prozess des Sich selbst Kennenlernens, des Herausfindens, wer man eigentlich ist, ernst und vermag es, diesen Weg behutsam ein Stück zu begleiten. Ihr Thematisieren von queeren Kernthemen wie Identität und Heimat(losigkeit) ist ebenso wie ihr Engagement gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen für unsere Gesellschaft von großem Wert,“ so die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Ich gratuliere der Christine-Nöstlinger-Preisträgerin 2023 herzlich und freue mich, dass ihr wichtiges Werk einmal mehr die Aufmerksamkeit erlangt, die ihm gebührt.
Christiana Nöstlinger und Barbara Waldschütz, Töchter von Christine Nöstlinger: „Wir gratulieren der Autorin und Theaterregisseurin Lilly Axster zur Verleihung des Christine-Nöstlinger-Preises 2023. Lilly Axsters Werk ist außergewöhnlich – in der Sprache und im Engagement. In Bilderbüchern, Romanen und Theaterstücken für Kinder und Jugendliche richtet sie klar den Blick auf gesellschaftspolitische Themen. Lilly Axster erhebt die Stimme für die Rechte der Kinder. Sie sensibilisiert für Diversität, macht auf Ungerechtigkeiten und Diskriminierung aufmerksam, und zeigt Machtstrukturen auf. Ihre Texte sind unangepasst und mischen sich in politische Belange ein. Sie beobachtet genau und beschreibt in einer klaren Sprache, wie sie auch Kinder sprechen. Die, wenn man sie lässt, auch direkt sagen, was ist und wie es sein sollte. Sie bestärkt ihre Leser*innen, jedoch ohne belehrend den Zeigefinger zu erheben. Vielleicht gelingt ihr das deswegen so gut, weil sie ihre Geschichten – wie es auch Christine Nöstlinger tat – immer aus selbst Erlebtem und Beobachtetem entwickelt. Lilly Axsters Engagement und Arbeit gehen über die Tätigkeit einer Autorin hinaus. Sie mahnt Wachsamkeit ein, und setzt das ganz konkret in Projektarbeit etwa für Kinderrechte und sexuelle Selbstbestimmung um. Auch das verbindet sie mit unserer Mutter Christine Nöstlinger, die sich nicht nur in ihren Büchern, sondern auch durch ihr soziales Engagement, immer auf die Seite gesellschaftlich Benachteiligter gestellt hat.“
Alexander Lippmann
Hauptverband des Österreichischen Buchhandels
lippmann@hvb.at
+43 1 5121535 25
Judith Staudinger
Mediensprecherin StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
+43 1 4000 81169
judith.staudinger@wien.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender