
WELTjournal/WELTjournal +: „Nordirland – neue Wunden, alter Konflikt“ und „Der Nordirland-Konflikt – Fotos, die Geschichte schrieben“
Am 5. April ab 22.30 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) – Rund um den 25. Jahrestag des Karfreitagsabkommens zeigt das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa Hofmann – am Mittwoch, dem 5. April 2023, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Nordirland – neue Wunden, alter Konflikt“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Der Nordirland-Konflikt – Fotos, die Geschichte schrieben“.
WELTjournal: „Nordirland – neue Wunden, alter Konflikt“
Vor 25 Jahren – am 10. April 1998 – unterzeichneten Großbritannien und Irland das sogenannte Karfreitagsabkommen. Dieser Kompromiss beendete den Nordirland-Konflikt, der zu einem blutigen Bürgerkrieg ausgewachsen war. Seitdem muss Nordirland immer von protestantischen Unionisten und katholischen Nationalisten gemeinsam regiert werden und die Grenze zwischen Irland und der britischen Provinz muss offen sein. Durch den Brexit drohte aus der inneririschen Grenze eine EU-Außengrenze zu werden. Das Nordirland-Protokoll sollte das verhindern und damit auch das Aufflammen des alten Konflikts. Nach jahrelangen Verhandlungen haben Großbritannien und die EU nun endlich eine Lösung gefunden. Das „WELTjournal“ zeigt, wie fragil der Friede in Nordirland ist und wie sehr die blutige Vergangenheit auch heute noch präsent ist: Joel schließt und versperrt jeden Abend die riesigen Tore der meterhohen Zäune, die in Belfast, der Hauptstadt Nordirlands, immer noch protestantische von katholischen Wohnvierteln trennen. Pauline, die direkt am Zaun lebt, hat ihr Haus zum Schutz vor Angriffen mit einem schweren Eisengitter überdacht. Das Misstrauen ist groß, die alten Wunden sind tief. Nur wenige Menschen sind bereit, zwischen Protestanten und Katholiken zu vermitteln – so wie Box-Coach Cooper, der Jugendliche beider Konfessionen trainiert, um sie so von der Straße fernzuhalten.
WELTjournal +: „Der Nordirland-Konflikt – Fotos, die Geschichte schrieben“
Straßenschlachten, Terroranschläge, mehr als 3.500 Tote: Von den späten 1960ern bis Mitte der 1990er Jahre herrschte extreme Gewalt in Nordirland, die erst 1998 mit dem sogenannten Karfreitagsabkommen endete. „WELTjournal +“ blickt aus der Perspektive der damaligen Pressefotografen zurück auf den Nordirland-Konflikt. Die Ereignisse sind vergangen, doch die Bilder sind im Kopf geblieben. So zeigt das legendäre Foto von Stanley Matchett den Schrecken und die Tragik des 30. Jänner 1972, bekannt als „Bloody Sunday“: Ein Bischof schwenkt ein blutdurchtränktes weißes Taschentuch, während neben ihm ein toter Jugendlicher von vier jungen Männern weggetragen wird. Fotos wie diese gingen um die Welt und schrieben Geschichte. Nun erzählen die Fotografen die Geschichte hinter ihren Fotos.
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