
Hagelversicherung: Schwere Frostschäden im Obstbau
Erste Zwischenbilanz: 35 Millionen Euro Gesamtschaden durch die letzten Frostnächte
(Österreichische Hagelversicherung, 6. April 2023): Aufgrund des überdurchschnittlich warmen März ist die Vegetation schon weit vorangeschritten. So ist beispielsweise in der Wachau der Vegetationsfortschritt um mehr als 14 Tage früher als im 10-jährigen Durchschnitt. Auf der anderen Seite hat sich die kalte Luft aus dem hohen Norden in den vergangenen Tagen durchgesetzt. So gab es in disponierten Lagen im Burgenland, in Niederösterreich und der Steiermark Nächte mit bis zu minus 8°C. Die Konsequenz der frühen Vegetation einerseits und der tiefen Temperaturen anderseits: Die prognostizierten FROSTSCHÄDEN in der Landwirtschaft sind leider eingetreten und haben den OBSTBAU – hier vor allem das Steinobst mit den Marillen, Zwetschken, Nektarinen und Kirschen, teilweise auch das Kernobst mit Äpfeln und Birnen – schwer getroffen. Bei Marillen sind punktuell Totalausfälle zu erwarten. „Aktuell gehen wir nach ersten Bewertungen durch unsere Sachverständigen davon aus, dass ein Drittel der gesamten Obstfläche, also rund 4.000 Hektar, von Frostschäden betroffen ist. Der Gesamtschaden beträgt aus heutiger Sicht rund 35 MILLIONEN EURO“, so der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, DR. KURT WEINBERGER, in einer ersten Zwischenbilanz: „Erst wenn die Temperaturen weiter ansteigen und erkennbar ist, wie sich die Kulturen weiterentwickeln, wird das endgültige Schadensausmaß sichtbar sein. Auch für heute Nacht sind Minustemperaturen prognostiziert.“
Frostschäden sind ein wiederkehrendes Thema
Österreichische Hagelversicherung VVaG
Prok. Dr. Mario Winkler
Pressesprecher
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