Ehemalige Bettinastiftung wird zum Caritas-Pflegewohnhaus für ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen

_Die Caritas der Erzdiözese Wien eröffnete am Freitag feierlich das neue Pflegewohnhaus St. Lukas. Die Einrichtung bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen ab 50 Jahren ein Zuhause. Vertreter*innen der Stadt Wien gratulierten vor Ort._

Es gibt wenige Betreuungseinrichtungen für ältere Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das neu eröffnete Caritas-Pflegewohnhaus St. Lukas deckt einen wichtigen Betreuungsbedarf ab, wie Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien erklärt: _„Psychische Erkrankungen führen leider immer noch oft zu Stigmatisierungen und falschen Kategorisierungen. Viele Pflegewohnhäuser für ältere Menschen haben nicht die Kapazitäten, um Betroffene ausreichend zu betreuen. Oftmals gibt es auch Scheu, Bewohner und Bewohnerinnen mit psychischen Erkrankungen aufzunehmen. Das Pflegewohnhaus St. Lukas schließt einen Teil dieser Lücke und bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen ab der zweiten Lebenshälfte eine gesamtheitliche Versorgung und ein stabiles Zuhause.“_ 

Die Bewohner*innen werden im neuen Pflegewohnhaus St. Lukas von einem multiprofessionellen Team betreut. Von der Alltagsbegleitung über psychologische Betreuung bis hin zu medizinischer Versorgung richtet sich das Angebot nach den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen. So wird den Bewohnerinnen und Bewohnern eine sichere Alltagsstruktur geboten, die sie nach Möglichkeit in ihrer Selbstständigkeit unterstützt. Alle Räumlichkeiten sind nach dem Umbau barrierefrei zugänglich.  

HISTORISCHES GEBÄUDE BEHUTSAM UMGEBAUT 
Das neue Pflegewohnhaus befindet sich in der ehemaligen Bettinastiftung des vormaligen Kaiserin-Elisabeth-Krankenhauses im 15. Wiener Gemeindebezirk. Der Bettinapavillon wurde um die letzte Jahrhundertwende von Baron Albert von Rothschild im Andenken an seine verstorbene Frau gestiftet, und stand erkrankten Frauen, unabhängig von Nationalität und Konfession, offen. Während andere Teile des Komplexes abgerissen wurden, blieb der Denkmalschutz für den Bettinapavillon und zwei weitere Gebäude des Areals erhalten. Das Haus wurde nach den Richtlinien des Denkmalschutzes von der gemeinnützigen Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft Gesiba grundlegend saniert. Die Innenarchitektur wurde von Lena Schacherer von Runser / Prantl Architekten gestaltet. Beschilderungen, die von Kurator*innen des Jüdischen Museum Wien gestaltet wurden, erinnern an die bewegte Geschichte des Hauses. Nach der Fertigstellung des Umbaus bieten 4 Wohneinheiten ab sofort 50 Bewohner*innen Platz.  

Nina Starzer, MSc
Pressereferentin
0676/5582470
nina.starzer@caritas-wien.at

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