Heinisch-Hosek: Digitale Strategien für das Kulturerbe wichtig, aber zu spät und zu wenig
„15 Millionen Euro reichen nicht, um den enormen Aufholbedarf zu decken“
SPÖ-Kultursprecherin Gabriele Heinisch-Hosek sieht die Erarbeitung einer Strategie zur Digitalisierung des österreichischen Kulturerbes als „längst überfällig“. „Der Prozess ist wichtig, aber leider zu spät gestartet. Die SPÖ fordert seit geraumer Zeit einen Digitalisierungsfonds, leider wurde hier in den letzten Jahren von Seiten der Regierung viel versäumt. Die Konsequenz war, dass Online-Monopolisten aktiv wurden in Bereichen, die eigentlich staatliche Aufgaben sein sollten. Man denke nur an die Digitalisierung der Bestände der Nationalbibliothek durch Google“, so Heinisch-Hosek. Mit 15 Millionen Euro werde dieser enorme Nachholbedarf nicht zu decken sein. ****
Leider habe erst die Corona-Pandemie und der EU-Resilienzfonds die Regierung aufgeweckt, so die SPÖ-Kultursprecherin. Wesentlich sei, dass Mittel auch im Bereich der kulturellen Bildung ankommen, etwa für Kunstvermittler*innen. „Die Digitalisierung bietet Chancen, um jungen Menschen unser Kulturerbe näher zu bringen und den Zugang zu Kunst für alle niederschwellig zu gestalten. Hier fehlt es aber an innovativen Konzepten.“ Es brauche gerade im Bereich der kulturellen Bildung mehr Mittel und neue Wege – „da brauchen wir eine ausreichende, nachhaltige Dotierung von Programmen und personellen Ressourcen. Mit 15 Millionen Euro wird das nicht zu schaffen sein“, so Heinisch-Hosek. (Schluss) ah/bj
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